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gewiß gern sehen. Ebenso sind die Verfasser unter jedes Lied gesetzt worden. Um das Ganze nicht zu stark und theuer zu machen, hat man diesmal die Gebete, sowie den kleinen Katechismus leider! weglassen müssen. Zu größerer Deutlichkeit hat man nach der guten Weise unserer Väter blos die Anfangsbuchstaben der Zeilen, so wie die Namen, die wahren ,, Hauptwörter", groß geschrieben.-
Und so möge denn auch dieser neue Abdruck in die Gemeinden hinausgehen, in Kirche, Schule und Haus als ,, Tröster", Wecker und Warner.
Mögen es die Gemeinden auch ferner als ein köstliches Erbtheil ihrer Väter betrachten und lieben, die hohen Kirchenbehörden, die Geistlichen und Lehrer aber es ihnen bewahren und nicht entreißen wollen! Was viele andere Gemeinden und Geistliche sich wünschen und noch wünschen werden, das haben wir an ihm: eine reiche Auswahl der besten Lieder unserer Kirche bis auf Spener und Joachim Neander herab, und diese Kernlieder unverändert, unverbessert und unverwässert. Trägt namentlich der Anhang auch das Gepräge der Zeit, in welcher er geſammelt wurde, so wird wahrlich heutzutage ein jedes in der gewöhnlichen Weise ausgewähltes Gesangbuch eben das Gepräge heutiger Zeit und Zeitansichten tragen, die Folge aber lehren, welche Zeit am heilsamsten für die Kirche ausgewählt hat.
Der Herr seiner Kirche gebe, daß diese geistlichen, lieblichen Lieder( Coloff. 3. V. 16) fortleben in Herz und Mund unsers evangelischen Volkes. Amen.


