Druckschrift 
Himmlisches Palmgärtlein : katholisches Gebet- und Erbauungsbuch / von dem ehrwürdigen Priester Wilhelm Nakatenus aus der Ges. Jesu [...] verfaßt. Neu bearb. und mit verschiedenen Zusätzen vermehrt durch Joseph Laurent. Die darin enthaltenen Lieder größtentheils übersetzt und bearb. von Friedrich Schlosser
Entstehung
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Krankengebete.

Ich bekenne auch, daß wahrhaft und eigentlich steben Sakra­mente des neuen Bundes, von Jesu Christo unserm Herrn eingesetzt, und zum Heile des menschlichen Geschlechtes,( obgleich nicht alle jedem Einzelnen), nothwendig sind, nämlich: die Taufe, die Fir mung, das Sakrament des Altars, die Buße, die letzte Delung, die Priesterweihe und die Ehe; und daß unter diesen die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe nicht ohne Gottesschändung wieder­holt werden können.

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Auch nehme ich an und lasse zu alle von der katholischen Kirche bei der feierlichen Spendung genannter Sakramente angenommenen und gut geheißenen Gebräuche.

Alles und Jedes, was über die Erbsünde und die Rechtfertigung von der h. Tridentinischen Kirchenversammlung ist erklärt und be­schlossen worden, nehme ich an und halte ich festiglich.

Jch bekenne gleicherweise, daß in der h. Messe Gott ein wahres, eigentliches und versöhnendes Opfer für Lebendige und Abgestorbene dargebracht wird, und daß in dem allerheiligsten Sacramente des Altars wahrhaftig, wirklich und wesentlich zugegen ist der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesu Christi, und daß die ganze Substanz des Brodes in den Leib und die ganze Substanz des Weines in das Blut verwandelt wird, welche Verwandlung die katholische Kirche Transsubstantiation( Ver­wandlung einer Substanz in die andere) nennt. Ich bekenne, daß auch unter Giner Gestalt allein der ganze und unzertheilte Christus und das wahre Sacrament empfangen wird.

Ich glaube festiglich, daß ein Fegfeuer ist, und daß die darin zu­rückgehaltenen Seelen durch die Fürbitte der Gläubigen Hülfe empfangen.

Gleicherweise, daß die mit Christo regierenden Heiligen zu ver­ehren und anzurufen sind, und daß sie Gott Gebete für uns dar­bringen, und ihre Reliquien verehrt werden sollen.

Ich behaupte standhaft, daß man die Bildnisse Christi, und der immerdar jungfräulichen Gottesgebärerin, und anderer Hei­ligen beibehalten, und ihnen gebührende Ehre und Verehrung er­zeigen soll.

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Ich bekenne, daß auch die Gewalt der Ablässe von Christo sei­ner Kirche hinterlassen worden, und daß ihr Gebrauch dem christ­lichen Volke sehr heilsam ist.-