Morgenandacht.
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und äußerlichen, sichtbaren und unsichtbaren Feinden täglich angeregt werden, zu streiten. Sprich denn von Herzen: Ich will tausendmal lieber sterben, o Herr, als Dich diesen Tag oder sonst jemals schwer erzürnen, besonders durch dieſes Laster...( wozu ich am meisten geneigt bin.) Ich will Dir heute und immer dienen, besonders durch Ausübung dieser Tugend. Komm
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mir zu Hülfe o Herr, denn durch Dich vermag ich alles und ohne Dich kann ich nichts." Es ist ein heilsamer Rath der heiligen Augustinus, Bafilius, Gregorius und anderer: wir sollen so zu leben streben, als ob der gegenwärtige Tag der letzte unseres Lebens wäre. Dieses scheint auch Job gethan zu haben." Ich erwarte," spricht er, alle Tage, in welchen ich jetzt streite, daß meine Verwandlung komme." Dadurch hat er im Guten also zugenommen, daß er vertrauensvoll sagen durfte: ,, Du rufe mich, und ich antworte Dir." Job 14, 15. Der morgende Tag," sagt Thomas von Kempen, ist ungewiß, und woher weißt du, daß du bis morgen leben wirst?" Wie viele tausend Menschen sind ewig verloren gegangen, weil sie den gegenwärtigen Tag wohl anzuwenden vernachlässigten. Daher bedenke wohl, was der H. Gregorius in seiner 12. Homilie zu den Evangelien sagt:„ Der dem Büßer Verzeihung versprochen hat, der hat dem Sünder den morgenden Tag nicht versprochen." Wir müssen uns immer vor dem letzten Tage fürchten, da wir ihn nie voraussehen können. Was du also Gutes thun willst, das nimm dir vor, ohne Aufschub an dem gegenwärtigen Tage zu thun, wirke so lang es Tag ist, denn es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann". Joh. 9, 4. Deswegen seyd bereit, denn des Menschen Sohn wird kommen zur Stunde, die ihr nicht wisset." Matth. 24, 44.
5. Bitte um göttliche Hülfe und Beistand.
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Der Ausspruch der ewigen Wahrheit lautet: Ohne mich könnt ihr nichts." Joh. 15. Dieses hatte der Apostel erkannt und er sprach: Wir vermögen nicht etwas von uns, als aus uns selbst zu denken, sondern all unser Vermögen ist aus Gott." 2. Kor. 3, 5. allen Dingen täglich anflehen. Denn alles können wir in dem, der uns Deshalb müssen wir Gottes Hülfe in stärkt". Philipp. 4, 13.
Welches Vertrauen, sagt der H. Bernhard, spricht sich in diesen Worten aus. Durch nichts wird die Allmacht Gottes so verherrlicht, als daß durch fie diejenigen alles zu thun mächtig werden, die auf sie hoffen und vertrauen. Wer mit der Kraft aus der Höhe angethan ist, den kann keine Gewalt, keine List, keine Kränkung zu Fall bringen, wann er steht, noch stürzen, wann er herrschet: Wer also steht und nicht fallen will, der traue nicht auf sich, sondern auf das ewige Wort, welches war im Anfang, und selbst Gott war. Wir können uns weder zum Guten entschließen, noch im Guten beharren, ohne dieses Wort unendlicher Kraft.
Von uns wird außerdem verlangt, daß wir mitwirken, denn der dich erschaffen hat ohne dich, wird dich nicht selig machen ohne dich", d. h. ohne deine Mitwirkung, wie der h. Augustinus ſagt. sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist." Nicht ich," spricht der Apostel, 1. Kor. 15, 10.


