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28.( 324.) Herr! verleih, durch Jehu Leiden flehn
wir Dich, nach ihrem Tod unsern Brüdern bald die Freuden deines Reichs; end' ihre Noth!
2. Ach! was ist der Mensch auf Erden? o, wie bald ist's doch geschehn! Morgen gräbt man in die Erden, die noch heute aufrecht stehn.
3. Und was hilft uns, wenn wir sterben; was hilft alles Gut und Geld? Wenn wir nur den Himmel erben, wozu Gott uns auserwählt.
4. Ach! für unsre ganze Habe ist ein Sarg zur letzten Reif unser Erbtheil, und im Grabe dient der Leib zur Würmerspeis.
5. Nur nach wenig Tag und Stunden ist aus aller Menschen Sinn die Erinnrung dann verschwunden, daß ich einst gewesen bin.
6. Welt mit deinen Eitelkeiten, fahre hin! ich will zum Tod unaufhörlich mich bereiten, Dir anhangen, großer Gott!
7. Ohne Furcht und ohne Grauen werd' ich dann der letzten Stund' meines Tod's entgegen schauen; kein Gerechter geht zu Grund.
8. Denn in deine Vaterhände fällt die Seel, o höchstes Gut, Jesu! die Du hast am Ende theu'r erkauft mit deinem Blut.
9. Unsern schlummernden Gebeinen wird einst in der finstern Gruft selbst der große Tag erscheinen, der sie aus dem Moder ruft.
10. Die Gerichtsposaun wird schallen; Jesus Christus auf dem Thron in den Wolken giebt dann allen Menschenkindern ihren Lohn.
11. Ach! laß mich zur rechten Seite, Herr, bei


