- 13
dig bin, zu Dir zu flehen, so verschmähe dennoch meine Bitte nicht. Sieh an die Leiden der Gläubigen, die Drangsale der Völker, die Gefahren der Staaten, die Seufzer der Gefangenen, das Elend der Waisen, die Mühseligkeiten der Pilger, die Hilflosigkeit der Kranken, die Verlaffenheit der TrostLesen, die Gebrechlichkeit der Greise, die Seufzer der Jünglinge, das Flehen der Jungfrauen, den Jammer der Wittwen und die Anliegen der ganzen Christenheit. Denn Du erbarmest Dich Aller, und hafsest keines deiner Geschöpfe! Sei eingedenk unserer natürlichen Schwachheit: Du bist ja unser Vater, Du unser Gott; zürne nicht allzusehr über uns, und verschließe uns nicht die Fülle deiner Erbarmungen; denn nicht im Vertrauen auf unsere eigene Gerechtigkeit bringen wir unser Gebet vor dein heiliges Angesicht, sondern in Zuversicht auf deine überschwengliche Barmherzigkeit. Nimm hinweg von uns unsere Missethaten, und entzünde uns in deiner Milde mit dem Feuer deines heiligen Geistes! Entferne von uns Härte und Unbiegsamkeit des Sinnes und gieb uns ein zartes und folgsames Herz, das Liebe und Hochschätzung gegen Dich hegt, Freude an Dir findet, in deiner Nachfolge und in deinem Besige selig ist! Wir flehen, o Herr, zu deiner Barmherzigkeit, blicke mit gnädigen Augen auf deine Gemeinde herab, die jetzt auf das deinem heil. Namen gewidmete Opfer wartet: und damit Niemand seine Wünsche vereitelt, Niemand sein Gebet fruchtlos sehe, so lege Du selbst in unser Herz, um was wir Dich bitten sollen, und erhöre uns nach deiner Barmherzigkeit. Amen.( Vom h. Ambrosius.)


