484
Meßgesânge.
Fleisch und Blut* Auf dem Altar enthalten,* Dies größte Seelengut.
2. Verdeckt ist hier zu finden* Das wahre Gotteslamm, * So aller Menschen Sünden* Getilgt am Kreuzesstamm. * Es ist der Seelen Speise,* Wie uns der Glaube lehrt; * Sie nährt uns auf der Reise,* Und wird doch nicht verzehrt.
3. Wenn wir das Leben schließen,* Und dieses Himmelsbrod Recht wohl bereit genießen,* So kann der bitt're Tod* Uns Christen nicht erschrecken.* Es ist ein Unterpfand,* Daß Gott uns wird erwecken* Mit seiner starken Hand.
4. Herr Jesu! deiner Liebe* Sei Ehre, Lob und Dank! Weil du nach ihrem Triebe,* Zur Speise und zum Trank Dein Fleisch und Blut gegeben,* In Brodsgestalt verhüllt,* Daraus für uns das Leben* Und reine Freude quillt.
*
5. Entzünd' in uns Verlangen* Nach diesem Sakrament!* Herr! laß es uns empfangen,* Wenn sich die Seele trennt. Laß uns in Frieden fahren,* Von allen Sünden rein,* Zu deinen Engelschaaren Und ewig bei dir ſein.
bra 3um Segen des Priesters.
1. Da wir nunmehr gehöret* Die Messe, wie man soll,* So sei auch Gott geehret,* Er mach' uns segensvoll, * Und laß es sich gefallen,* Was wir allhier gethan;* Er bleibe bei uns Allen,* So sind wir wohl daran.
2. Gott wolle uns behüten, Daß uns an diesem Tag * Des bösen Feindes Wüthen* Nicht schädlich werden mag; * Er laß uns ohne Sünden* Einst stehen vor Gericht, Damit wir Gnade finden* Vor seinem Angesicht.
Dritter Meßgesang.
3um Eingange. Hier wirft vor dir im Staub' sich hin, * O Gott! die Christenschaar;* Zu dir erhebt sich Herz und Sinn,* Das Auge zum Altar.* O blick' auf uns mit Vaterhuld,* Vergib uns die bereute Schuld,* Verstoß vor deinem Angesicht,* O Gott! uns arme Sünder nicht! Verstoß uns nicht,* Verstoß uns Sünder nicht!


