Die Beichte.
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Knecht, Magd, c. bin. Aber ich diene leider untreulich meinem Herrn; denn da und da habe ich nicht gethan, was sie mich hießen, habe sie erzürnet, und zu fluchen be weget, habe versäumet, und Schaden lassen geschehen.
Bin auch in Worten und Werken unschambar gewesen, habe mit meines Gleichen gezűrnet, wider meine Frau ge murret und gefluchet, 2c. Das alles ist mir leid, und bitte um Gnade, ich will mich bessern.
Ein Herr oder Frau sage also:
Insonderheit bekenne ich vor euch, daß ich mein Weib, Kind und Gesinde nicht treulich gezogen habe zu Gottes Ehren. Ich habe geflucht, böse Erempel mit unzüchtigen Worten und Werken gegeben, meinem Nachbar Schaden gethan, und übel nachgeredet, zu theuer verkauft, falsche und nicht ganze Waare gegeben. Und was er mehr wider die Gebot Gottes und seinen Stand gethan, zc.
Wenn aber Jemand sich nicht befindet beschweret mit solcher oder größern Sünden, der soll nicht sorgen, oder weiter Sünde suchen, noch erdichten, und damit eine Marter aus der Beichte machen, sondern erzähle eine oder zwo, die du weißest. Also: Insonderheit bekenne ich, daß ich einmal geflucht: Item: einmal unhübsch mit Worten gewest, einmal dies N. versäumet habe, ic. Also laß es genug sein.
Weißt du aber gar keine( welches doch nicht wohl sollte möglich sein), so sage auch keine insonderheit, sondern nimm die Vergebung auf die gemeine Beichte, so du für Gott thust gegen dem Beichtiger.
Darauf soll der Beichtiger sagen: Gott sei dir gnädig, und stärke deinen Glauben, Amen.
Weiter.
Glaubest du auch, daß meine Vergebung Gottes Vergebung sei? Ja, lieber Herr.olay 200
Darauf spreche er:
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Wie du glaubest, so geschehe dir. Und ich, aus dem Befehl unsers Herrn Jesu Christi, vergebe dir deine Sünde, im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes, Umen. Gehe hin im Friede.
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