Aufopferung.
Aufopferung am Anfange des Tages.*)
Herr, allmächtiger Gott, sich mich vor Dir niedergeworfen, um Deine göttliche Majestät im Namen aller Geschöpfe anzubeten und zu versöhnen. Wie soll aber ich, selbst ein Armjeliger, ein Sünder, dies vermögen? Und doch, ich kann es; ich will es; denn ich weiß, daß es Dein Wohlgefallen ist, der Vater der Barmherzigkeit genannt zu werden, und daß Du aus Liebe zu uns Deinen eingebornen Sohn hingegeben hast, der sich am Kreuze für uns geopfert hat und unablässig auf unsern Altären das Opfer seiner selbst für uns erneuert. Und darum, wiewohl ein Sünder, aber ein reuiger Sünder, wiewohl ein Armjeliger, aber reich in Jesus Christus, stelle ich mich Dir vor, um Dir in Vereinigung mit der Liebesgluth der Engel und der Heiligen, und mit den Anmuthungen des unbefleckten Herzens der aller
*) Pius IX. verlieh am 11. April 1860 einen Ablaß von drei Jahren allen Christgläubigen, die zu Anfang des Tages und mit reumüthigem Herzen diese Aufopferung verrichten.
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