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Erster Teil. Für Gesunde.
braucht deshalb in gesunden Tagen seine Gesundheit nicht in Mutwillen, Verwegenheit und Bosheit, damit, wenn die Krankheit und Schmerzenstage kommen, das Gewissen nicht sage: das ist eine Strafe Gottes wegen des Mißbrauchs deiner Gesundheit; wie denn also Gott manchem gesunden aber unbändigen Menschen Zaum und Gebiß durch Zuschickung eines ungesunden Leibes muß anlegen, damit er aufhöre zu sündigen 7) Ein frommer Christ betet auch fleißig in gesunden Tagen, weil er nicht weiß, ob er in der Krankheit dazu Kraft haben werde, und so wird die Gesundheit heilsam angewendet.
Gebet.
du gnädiger und barmherziger Gott! wie groß ist deine Liebe und Güte, die du an mir erweisest, indem du mich nicht allein in deinem Schuß und Gnade erhältſt, sondern auch ein Jahr nach dem andern in guter Gesundheit vollenden und wieder anfangen läsfest. Nun, mein Gott! ich erkenne, daß dieses ist eine der guten Gaben, welche von dir, o Vater des Lichts! von oben herab kommen. Herr! Herr! wer bin ich, daß du mir solche Barmherzigkeit widerfahren läsfest! Sehe ich doch tåglich vor meinen Augen Menschen, die fränklich, elend und schwach sind! Höre ich doch viele klagen, daß fie in vielen Schmerzen und langwieriger Krankheit auf dem Krankenbette ihr Leben hinbringen müssen, welche vielleicht viel gottesfürchtiger und frömmer sind, als ich, und viel andächtiger beten, als ich; mir aber giebst du gute Gesundheit, Kraft und auch Stärke. Ach Herr! ich bin allzu gering deiner Barmherzigkeit, die du bisher an mir gethan haft und noch thust. Bewahre mich, o lieber Gott! daß ich diese edle Gabe der Gesundheit nicht mißbrauche zur Üppigkeit, Wollust, Hoffart und Frechheit, sondern gieb mir wohl zu erkennen, daß du mich dadurch willst aufmuntern zur Dankbarkeit und Frömmigkeit. Hilf, daß ich in Zukunft und Zeit meines Lebens meine Gesundheit anwende zu deinem Lobe und deiner Ehre, zum Nußen meines Nächsten und Vollbringung der Ge


