Bitte um zeitlichen, geistlichen und ewigen Segen.
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2. Ohn' deinen Segen kann, Mein Vater! nichts gedeihen, Drum wir, o Segensgott, Um Segen zu dir schreien; Ach, komme selbst zu uns, Und greif das Werk mit an, Weil es durch dich allein Befördert werden kann.
3. Ach ja, es ist umsonst, Am Morgen früh aufstehen, Und mit Bekümmernis An seine Arbeit gehen, Wenn du nicht selbst mitgehst Und stehest mit dabei, Daß Anfang und das End' Von dir gesegnet sei.
4. Drum komm, o Gott, zu mir, Und gieb mir deinen Segen, Denselben wollest du In meine Arbeit legen! Ach, segne all mein Thun; Ach, jegne meine Tritt', Und teile gnädiglich mir deinen Segen mit.
5. Laß mich in Frömmigkeit Die ganze Woch' hinbringen. Laß meine Arbeit sein: Dich loben, beten, singen; Bewahre mich vor Sünd' Und großer Missethat, Und wenn ich Buße thu', So schenk mir deine Gnad'.
6. Mein Gott! begleite mich Auf allen meinen Wegen, Und willst du diese Woch' Ein Kreuz mir auferlegen, So biet mir deine Hand, Und steh mir kräftig bei; Ja trage selbsten mit, Daß mir's erträglich sei.
7. Nun, was du Gutes wirft Mir diese Woch' erweisen, Dafür soll dich, o Gott! Mein Mund und Herze preisen; Ach, laß mich als dein Kind Dir stets empfohlen sein; Bis ich durch Jesu Blut Geh' zu der Freude ein.
Der gläubige Christ bittet um zeitlichen, geistlichen und ewigen Segen.
Aufmunterung.
Es segne uns Gott, unser Gott; es jegne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn. Psalm 67, 7. 8.
Ein jeder Mensch betet und bittet etwas von Gott; dabei soll aber ein jeder wohl erwägen, wie er betet und was er bittet. Ach, der meisten Gebet geht nur auf das Irdische und Vergängliche, welches sie aber oft zu ihrem Schaden sich bitten. Ein gläubiger Christ bittet 1) um leibliche Dinge, um Gejundheit, Segen, Nahrung, Abwendung von Gefahren, Hülfe in Not, Beistand im Leiden, Errettung aus Unglück, und dergleichen Gebet kann Gott wohl leiden, weil er dieses alles uns in seinem heiligen Wort verheißen hat. Aber der gläubige Chrift bleibt nicht dabei stehen, dieses ist das Geringste, weil es ihm Gott ohne sein Bitten zuweilen zufallen läßt. Er bittet 2) besonders um geistliche Dinge, um den heiligen Geist, um ein frommes Herz und das Reich Gottes, welches ist Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem heiligen Geist. Röm. 14, 17. Er bittet um Erleuchtung, Wachstum im Guten, Heiligung und die Gaben des heiligen Geistes; dieses ist das Vornehmste,
Starks Handbuch.
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