Druckschrift 
Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten ... und einem täglichen Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen und Unfruchtbare / von Joh. Friedr. Stark ...
Entstehung
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Erster Teil. Für Gesunde.

Tag mein Danktag, sondern auch mein Bettag sein. Ich bitte dich, mein Gott und Vater, laß mich diesen Tag in deiner Furcht hinbringen; behüte mich vor Ver­führungen, eitlen Gedanken, bösen Gesellschaften. Ach! daß alle meine Adern Zungen, und meine Blutstropfen Stimmen wären, dich, o dreieiniger Gott und Vater, Sohn und heiliger Geist, zu loben und zu preisen. Ach, daß keine Stunde verginge, in welcher ich nicht dein Lob ausbreitete! Versiegele in meinem Herzen das gehörte Wort, daß ich daran fleißig gedenke, darnach mein Leben und Wandel einrichte; und da ich nun eine Woche älter geworden bin, so gieb, daß ich in deiner Erkenntnis, Liebe und Frömmigkeit zunehmen und an dem inwendigen Menschen wachsen möge. Ich bitte dich, gieb mir deinen heiligen Geist, der mich die künftige Woche und die ganze Zeit meines Lebens daran erinnere, mich regiere, leite und führe. Gieb deinen Segen zu meinen Arbeiten und Verrichtungen und laß mich in deiner Gnade meine übri­gen Tage und Jahre verleben, bis ich endlich werde da­hin gelangen, da ich mit Danken und Beten dir einen ewigen Sabbath im Himmel feiern werde.

Heute ist des Herren Ruhetag, Vergesset aller Sorg' und Plag', Verhindert euch mit Arbeit nicht, Kommt vor des Höchsten Angesicht.

Hallelujah.

Sonntags- Gesang.

Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'.

1. Der Sonntag ist des Herren Tag, Den läßt uns Gott erleben, Damit ein jeder ruhen mag, Dazu ist er gegeben; Ach, bringet doch den­selben hin, Daß Seele, Herz, Gemüt und Sinn Gen Himmel sich erheben.

2. Den Tag hat Gott zur Ruh' und Rast Und seinem Dienst ge­weihet, Und ihn von aller Arbeitslast Aus großer Gnad' befreiet; Hier soll von allem seinem Thun Der Herr und das Gesinde ruhn, Und sich in Gott erbauen.

3. Verflucht ist, wer ein Werk vornimmt, Das Gott nicht selbst er­laubet, Und diese Zeit, die Gott bestimmt, Mit Arbeit ihm beraubet; Wer Wollust, Wucher, Sünden sucht, Der ist und bleibt von Gott ver­flucht Und wird ohn' Segen bleiben.