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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Kreuz- und Anfechtungsgebete.

geordnet, das ist alles löblich und herrlich, das sollen wir uns alle auch wohl gefallen lassen, in Betrachtung, daß du mit deiner wunderbarlichen Regierung nichts anders, als deines Namens Ehre und aller Menschen Seligkeit suchest, weil du es denn also für gut angesehen und nach deinem väterlichen Willen geordnet, daß wir durch viel Kreuz und Leiden in dein ewiges Reich und Herrlich­teit eingehen sollen, jo regiere gnä­diglich unsere Herzen mit deinem Heiligen Geiste, daß wir deinen gnädigen Willen erkennen, unser Kreuz geduldig tragen und nach ausgestandener Trübsal hernach mit Christo eingehen mögen in den himmlischen ewigen Freuden­faal, und dein heiliges Angesicht in Ewigkeit anschauen. Amen. Gebet, daß wir uns stets in unserm Kreuz mit Christo trösten.

Err! allmächtiger, getreuerund

nen lieben Sohn JEsum Christum zum Kreuzträger für uns gemacht, und durch sein Kreuz all unser Kreuz und Leiden weihen und hei: ligen lassen: Wir bitten dich durch dein selbst Kreuz, Leiden und Tod, du wolleft uns dein väterlich Herz, das du gegen uns trägeft, in un= ſerm Kreuz, Trübsal und Anfech­tung zu erkennen geben, damit wir in findlicher Zuversicht und star­kem Vertrauen auf dich, alles mit Geduld leiden, und wenn wir mit Christo hier zeitlich genug aus­gestanden, mit ihm auch endlich zur ewigen Freude und Herrlich keit eingehen mögen. Amen. Gebet in Krenz und Wi­

derwärtigkeiten.

Allmächtiger, ewiger GOtt! ich

zu

von Grund meines Herzens, und flage dir meine Noth, die du sie hest und erkennest, darin ich leider

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stecke und weiß weder Rath noch Hillfe, wie ich daraus kommen soll. Ich bitte dich aber, du ge­treuer GOtt, du wollest meiner nicht vergessen, mich nicht ver­lassen, und dein Antlik vor mir nicht verbergen, noch meinen schwachen Glauben sinken lassen, daß ich nicht vergehe in meinen Aengsten vor großer Traurigkeit und Schwermuth. Hilf mir, 0 frommer, herzliebster Vater, er­höre mich, mein GOtt und HErr, laß mich nicht vergehen in mei­nem Zagen, stärke meinen Glau­ben, führe mich an deiner Hand, wie ein Vater sein schwaches Ki nd­lein gängelt, und laß mich allezeit dein Kind sein und bleiben, denn ich traue und hoffe auf dich, die­weil du so gnädig bist, und mein Herz freuet sich in dir, daß du ſo gerne hilfst. HErr, hilf mir auf, um deines Namens Ehre wil­len, und errette mich aus gegen­wärtiger Angst und Noth, so will

nun an bis in Ewigkeit. Amen. Gebet, darin wir erkennen, daß uns ohne den Willen GOttes nichts begegnen kann.

du mein himmlischer Vater, gieb, daß ich verstehen und glauben möge, daß mir ohne dei­nen Willen und Verhängniß in die­ser Welt nichts begegnen kann, ſo du nicht längst zuvor zu meinem Heil und Wohlfahrt verordnet haft. Hilf, du einiger, ewiger Hel= fer, daß ich mich dir mit Leib und Glück und Unglück, es währe lange Seel', mit Ehr' und Gut, mit oder kurz, aus ganzer Macht ver­traue und befehle. Amen.

Gebetumgnädige Erlösung

Zion spricht: Der HErr hat mich verlassen. Der HErr hat mein vergessen. Kann auch ein