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Pilgerharfe oder christlicher Glaube in Liedern für gemischten Chor / bearb. von Samuel Hofer
Entstehung
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3. Kämpfe bis auf's Blut und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich; Will der Satan widerstreben, Werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe,

Und die erste Liebe tich Von der ganzen Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an; Laß dich keine Zeit gereuen, Wär's auch Tag und Nacht gethan.

6. Hast du dann die Perl' errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse haft bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu Ibun.

7. Nimm mit Furcht ja dei­ner Seele, Deines Heils mit Zittern wahr;

Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt' ja deine Krone feste, Halte männlich, was du häst. Recht beharren ist das beste, Rückfall wird zur schwerenkast.

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9. Laß bein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitelkeit, Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe träge Sicherheit.

10. Laß dem Fleische nicht den Willen,

Gieb der Lust den Zügel nicht. Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 11. Fleischesfreiheit macht die Seele

Kalt und sicher, frech und stolz, Frißt hinweg des Glaubens Dele,

Läßt nichts als ein faules Holz. 12. Wahre Treu' führt mit der Sünde Bis in's Grab beständigkrieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg.

13. Wahre Treu' liebt Chrifti Wege, shol Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Fleisches­pflege, Hält sich selber nichts zu gut. 14. Wahre Treu' kommt

dem Getümmel Dieser Welt niemals zu nah: