Morgenlieder.
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frei vollbracht, Herr! dafür muß ich allein deiner Güte dankbar sein.
2. Nun beschütze mich auch heute, daß ich nicht durch Satans Macht, noch durch Frevel böser Leute werd' in Sünd' und Noth gebracht. Gieb, daß ich auch diesen Tag oft an's Ende denken mag.
3. Hilf, daß ich in aller Stille thu', was mir zu thun gebührt, und, wofern mein schwacher Wille würde durch mein Fleisch geführt, sei mir gnädig und verleih', daß ich gleich voll Buße sei.
4. Herr! befehre, die mich hassen, und zernichte dessen Rath, der, um meinen Fuß zu fassen, mir ein Netz gestellet hat. Doch hilf, daß mein Herz dabei frei von aller Rache sei.
5. Segne, die's wohl mit mir meinen, und die, so mir anverwandt! Herr! damit heut' an den Deinen deine Güte werd' erkannt, so sei deine Gnadenhand über sie stets ausgespannt.
6. Willst du mehren, was ich habe, du weißt, was mir nützen kann; ich nehm' es als deine Gabe freudig und erkenntlich an. Mehrst du's nicht, es gilt mir gleich, mach' nur meine Seele reich!
Mel.: Aus meines Herzens Grunde 2c.
15. Herr Himmels und der Erden, du Gott von Ewigkeit, der Tag und Nacht läßt werden auf unterschiedne Zeit! du, du hast wunderbar den Wechsel unsrer Stunden in deinem Rath erfunden und änderst Zeit und Jahr.
geben, was gestern meine war; da wir doch in der Nacht, wie Einer, der begraben, für Nichts gesorget haben, noch an uns selbst gedacht.
6. Ich steh' mit neuen Kräften als wie von Todten auf und geh' in den Geschäften den mir bestimmten Lauf. Die ganze Welt wird licht, damit ich könne sehen, was heute wird geschehen und was ich selbst verricht.
7. O Vater aller Güte! dir dank' ich weil ich kann, dir trag' ich mein Ge müthe zum Morgenopfer an und bin dein Eigenthum. Du wirst mir wohl begegnen und meine Werke segnen zu deines Namens Ruhm.
C. N.
Mel.: Gott des Himmels und der 2c. 16. Jeju Güte hat kein Ende, fie ist alle Morgen neu. Das beweisen Jesu Hände, die da schaffen, o der Treu'! daß ich leb'; doch ich nicht hier, sondern Christus lebt in mir.
2. Jesu Hände, die da sorgen, daß auf eine gute Nacht folget jetzt ein guter Morgen, da man sieht, wie Gottes Macht mich, die Meinen, Hab und Gut treu beschützt durch Jesu Blut.
3. Sesu! bir sei Dant gegeben für die Treue deiner Hand, für die Gnade,
für das Leben, und was du mir zugewandt! Ach, zieh von mir bis in's Grab deine Hände niemals ab.
4. Sie sind's ja, darein gegraben steht mein Nam' mit deinem Blut, die mich 2. Du kannst in allen Ländern, wenn selbst bereitet haben, mich gekrönt mit deine Stunde schlägt, den großen Him- Himmelsgut; ja, sie sind's, die bis mel ändern, der Sonn' und Monden anitzt mich versorget und beschützt. trägt, und machst, wie dir's gefällt, ob wir gleich nicht d'rum sorgen, des Abends und am Morgen ganz eine neue Welt.
5. Laß sie weiter mich umfaffen, weil ich ihnen eigen bin; laß sie mich, mich sie nicht lassen. Dieses ist und bleibt mein Sinn: Satan! dir entsage ich; Jesu! dir ergeb' ich mich.
3. Bald geht die Sonne nieder, und es wird finstre Nacht, wo unsre Augenlider auf ihre Ruh' bedacht. Bald wird's auch wieder Tag, und Allem giebst du Leben, was vor dem Schlaf ergeben und bald gestorben lag.
6. Nehmt mich auf, ihr Jesushände! schließt mich in des Vaters Herz und in Jesu Blut, das wende von mir Leiden, Noth und Schmerz; in des höchsten Trösters Hand schließt mich und die mir verwandt!
4. Nun, Herr! dieß alte Wunder behält noch seinen Lauf; die Sonne gehet unter und Gut' und Bösen auf. Das thut die große Treu' und Allmacht deiner Hände, die ist bis an das Ende noch alle Morgen neu.
5. Du hast mir Leib und Leben behütet vor Gefahr und heute neu ge
7. Ach! mit Segen ob mir waltet, im Gebete stärket mich, in dem Glauben mich erhaltet; und daß Gott gefalle ich, macht mich Gottes Geistes voll, Leben, Leiden, Sterben wohl.
8. Macht mich los von meinen Sün


