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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Erzdiözese Freiburg
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Menschen Heil zu seyn. Er nennt die Sünder seine Brüder, Und macht sie von der Sünde rein; Macht, daß wir wieder Gott gefallen, Vergießt für uns sein göttlich Blut, Er­wirbt Unsterblichkeit uns Allen, Auf denen seine Gnade ruht. 3ur Communion.

1. O ew'ge Liebe! Deinesgleichen Ist in der Schöpfung Gottes nicht; Kein Lobgesang tann Dich erreichen; Nicht Sprachen, die der Himmel spricht; A ch! daß auch wir in Liebe brennten Zu Dir, o Herr in Brodsgestalt! Ach! daß wir­besser danken könnten! Die wärmsten Herzen sind zu kalt.

2. Dieß sey der Dank für deine Liebe: Dir unverbrüch­lich treu zu seyn, Und uns aus reinem, heil'gen Triebe, Wie Du, der Tugend ganz zu weih'n. Der Liebe Band soll uns ver­binden, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! Und liebend werden wir uns finden, Erhöht zu Dir, am ew'gen Thron.

Schlußgefang.

Frohlocke, sel'ge Christenheit, Und preise Gott zu aller Zeit! Preis' unaufhörlich Jesum Christ, Der uns zum Trost geboren ist. Wir loben, Herr voll Ghrfurcht Dich, O Jesu, nimm uns gnädiglich In deinen Schuß; in aller Noth Sey unser Heiland, unser Gott.

Anmerk. Obige Messe wird auch am Fest der Beschneidung Christi oder Neujahr gebraucht; deßgleichen am Sonntag nach Weihnachten und Neujahr.

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V.

Auf das Fest der Erscheinung Christi oder Dreikönigfest.

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* Mit dem heutigen Feste feiert die Kirche eine dreifache Erinnerung: 1) an die Erleuchtung der Heiden durch den wunderbaren Stern, der drei morgenländische Fürsten zu den Füßen Jesu führte ( daher der Name: Dreikönigfest); 2) an die Taufe Jesu im Jordan, wo der heilige Geist in Gestalt einer Taube erschien, und die Stimme des himmlischen Vaters rief: Dieß ist mein geliebter Sohn!" entlich 3) an das Wunder zu Kana, wo Jesus durch Berwandlung des Wassers in Wein das erstemal ſeine inwoh­nende göttliche Würde hervorleuchten ließ. Diefe dreifache Erscheinung der gnadenvollen Herrlichkeit des Erlösers soll aber in unserm Ge­müthe vorzüglich drei Tugenden erwecken: 1) freudigen Dank dem Erlöser, der sich so freundlich geoffenbart; 2) brfurcht und Anbetung dem Sohne Gottes, der sich zu den Sündern herab­gelassen, und 3) festen Glauben an den göttlichen Bunderthäter, der seine erhabene Sendung auf so wunderbare und doch so liebliche Weise den Menschen dargelegt bat. Möge Er in dem Dunkel dieſes Lebens stets unser Leitstern seyn, damit wir einst an jenem großen Tage mit freudigem Vertrauen vor sein Angesicht treten können!