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Meßandacht.
bin ich doch ein so träger, böser Knecht gewesen, was für ein Sclave meiner Leidenschaften. Ja, ach ja, mein Herr, so viel Böses habe ich heute gethan, so viel Gutes unterlassen! Du warst so gütig gegen mich und ich gegen Dich so undankbar! Woran habe ich doch gedacht, daß ich einen so gütigen, liebevollen Gott so vielfach, so frech, so grob beleidigen konnte! ich bin nicht werth, Dein Kind zu heißen.-Siehe, es reuet mich nun aus Grund der Seele, daß ich Dich, das höchste Gut, die unendliche Schönheit, Majestät und Vollfommenheit, die ich jeßt über Alles liebe, erzürnet und beleidigt habe; verzeihe mir um der unendlichen Verdienste Deines bittern Leidens willen. Ich nehme mir auch fest vor, Dich in Zukunft nie mehr, weder mit einem Gedanken, noch mit einem Worte oder Werke zu betrüben.
In Deine Hände, o Gott, befehle ich meinen Leib und meine Seele. Amen.
Heil. Jungfrau, heil. Schußengel und alle Auserwählte Gottes, wachet diese Nacht über meine Ruhe und behütet mich vor allem Uebel. Amen. Ich glaube an Gott zc.
Mehandacht.
Borerinnerung. Die heil Messe ist das wahre Opfer des neuen Burdes, in welchem Sich Jesus Christus unter den Gestalten von Brod und Wein unblutiger Weise Seinem himmlischen Bater zum Opfer bringt, wie Er es einst am Streuze blutiger Weise that. Da Er auf Golgatha für uns starb, hat Er das Werk uitserer Erlösung ein für alle Male vollbracht, denn dadurch hat Er für unsere Sünden überflüssige Genugthuung geleistet und zugleich einen überreichen Schap von Verdiensten uns erworben, aber damit ist das heil. Meßopfer feineswegs unnöthig geworden; jene Verdienste des Kreuzesopfers sind freilich für uns bestimmt, sollen fie aber unser Eigenthum sein, so müssen sie zuvor uns mitgetheilt werden, und daß eben geschieht im heil. Meßopfer, welches nichts Anderes ist, als die Wiederholung des blutigen Opfers Christi am Kreuze.
Es ist dasselbe mit dem Kreuzesopfer, denn in der heil. Messe wie am Kreuze opfert Sich Christus, Sein hochheiliges Fleisch und 2*


