Druckschrift 
Kommunionbüchlein für alle Gott liebenden Seelen : es enthält die Gebete am Vorabende und für die Kommunion-Tage, als Morgen-, Abend- und Meßgebete, verschiedene Kommunion-Andachten nebst Betrachtungen und Gebeten zur Nachmittags-Andacht
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

e- und mn günstig sein. th& dever­stocktes herz haben. Ste der st- Unbuß, tigteit verha..en.

eechsten das Böse

Co

Trait. Habe ich die bare 3

in Müßiggang ver- Die vier himmelschreien­schwendet? Habe ich Gutes zu den Sünden. 1) Der vorsäß­thun versäumt? Habe ich alle liche Tostschlag. 2) Die Sodo­Mittel zu meiner Besserung ge mitische Sünde. 3) Die Unter­

braucht?

drückung der Armen, Wittwen und Waisen. 4) Die Zurückbe­haltung des von Arbeitern ver­dienten Lohnes.

Erforsche dich auch, ob du keine Sünden in der Beichte verschwie­gen, teine gottesräuberische Kom­munion verrichtet, die auferlegte Buße verrichtet haſt?

Die neun fremden Sünden. Die sechs Sünden wider Sie werden begangen: 1) Durch den h. Geist. 1) Vermessentlich Rathen. 2) Durch Befehlen. 3) auf Gottes Barmherzigkeit oder Durch Einstimmen. 4) Durch Rei­auf die Ungestraftheit des Lasters zen. 5) Durch Loben. 6) Durch sündigen. 2) Verzweifeln. 3) Der nicht verhindern. 7) Durch nicht erkannten Wahrheit widerstreben. bestrafen. 8) Durch Theilnahme 4) Gegen seine Mitmenschen we- an fremdem Gute. 9) Durch Ver­gen der göttlichen Gnade neidisch theidigung fremder Sünden.

Nach der Gewissenserforschung erwecke wahre Neue.

Ohne diese ist die Beichte ungültig; die wahre Reue aber ist ein folcher Abscheu gegen die Sünde, daß du lieber Alles in der Welt, selbst Gesundheit und Leben hinzugeben bereit bist, als auch nur in eine Sünde einzuwilligen. Siehe, ob du diese Gesinnung und mit ihr wabre Reue hast; diese zu haben ist auch eine Gnade, darum

bitte um wahre Rene.

Allmächtiger, ewiger Gott, ich fündiger Mensch wage wie­derum vor deinem göttlichen Angesichte zu erscheinen, von dessen Anschauung ich verdient habe, meiner Sünden wegen ewig ver­stoßen zu werden. Ja, Vater, ich bin nicht würdig, meine Augen zu dir in den Himmel zu erheben, weil ich wie ein verlorner Sohn vor dir gefündigt habe. O mein zwar belei­digter, dennoch barmherziger Vater, ich fürchte mich, ich zittere vor dir, o mein gerechter Gott, den ich so wiederholt durch mein fündiges Leben erzürnt habe. Aber wohin sollte ich flie­hen? wohin, als zu deiner Liebe und Erbarmung! Ich weiß, du willst nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich be­fehre und lebe; ich weiß, du kannst, du willst mir meine Sün­den verzeihen; denn du verstößt Keinen, der mit reumüthigem Herzen zu dir kommt. Siehe, ich verlange, ich seufze nach ei­nem reumüthigen, zerknirschten Herzen. Ich) komme, ich fehre zurück zu dir, o Bater, ich, der verlorne Sohn; verstoß mich nicht, sondern nimm mich wieder auf in deine Gnade, dann wird meine Seele dich, meinen gütigsten Gott, lieben und loben in Ewigkeit, 2*