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Christkatholisches Gesang- u. Andachtsbuch : zum Gebrauche bei der öffentlichen Gottesverehrung in dem (ehemaligen) Bisthum Constanz
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VIII. Der Aschermittwoch.

Gesang zur Weihung und Austheilung der Asche.

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1) Weg vom Lärm, vom Tanz, vom Spiele! Blick", o Mensch, nach deinem Ziele! Sieh' das Bild des Todes hier! Kreuz und Asche sagen dir: Was geboren ist auf Erden, Muß zu Erd' und Asche werden.

2) Wie sie ringen, sorgen, suchen, Das Gefund'ne dann verfluchen! Wie, vom Schein bethört, der Geist Rastlos baut nnd niederreißt, Was so mühsam strebt auf Erden, Muß zu Staub und Asche werden.

3) Sieh! durch diese stillen Hallen Mann und Greis und Jüngling wallen, Und die Mutter, die entzückt An das Herz die Kleinen drückt. Was da blüh't und reift auf Erden, Muß zu Erd' und Asche werden.

4) Staub sind Tausende, die kamen; Wer gedenkt noch ihrer Namen? Ach! ihr moderndes Gebein Deckt' uns warnend, längst ein Stein. Was geboren ist auf Erden, Muß zu Erd' und Asche werden.

5) Aber Gott will All' erwecken. Tod! nur Böse magst du schrecken!- Wie das Korn, in's Feld gefä't, Reich an Nehren aufersteht, Werden wir uns wieder sehen. Glaube kann nicht untergehen!

6) Die dem Vater aller Seelen Kindlich ihren Geist empfehlen, Die vom Fluch der Sünde rein, Sich dem Reiche Gottes weih'n; Sollten die wie Staub verwehen? Hoffnung kann nicht untergehen.

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7) Menschenfreund! dein frommes Sehnen, Ab­zutrocknen alle Thränen; Was die Hand der Armuth füllt, Haß mit Wohlthun gern vergilt; Aechte Tugend wird bestehen; Liebe kann nicht untergehen.

8) Dort das Kreuz auf dem Altare, Hier die schwarz umhüllte Bahre Und das Grau der Asche spricht: Aller harrt das Weltgericht; Unser Reich ist nicht hienieden, Tugend nur gibt Seelenfrieden.

Das heilige Amt für den Aschermittwoch.

( Zum Eingang.) Vater, Vater! voll Gebrechen Stehen deine Kinder hier. Dürfen Sünder mit dir sprechen, O so rufen flehend wir: uns bei dir