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Christkatholisches Gesang- u. Andachtsbuch : zum Gebrauche bei der öffentlichen Gottesverehrung in dem (ehemaligen) Bisthum Constanz
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deßwegen voll kindlichen Vertrauens zu dir in dieser Mor­genstunde, und flehe um Gewährung deines Schutzes, deiner Gnade und deiner Hilfe. Ich habe mich ernſtlich entschlossen, vor dir, Allgegenwärtiger! fromm zu wandeln und deinen Geboten zu folgen. Mache mich dazu tüchtig, der du Anfänger und Vollender eines jeden guten Werkes bist. Strafe mich durch die Stimme meines Gewissens, wenn verderbliche Lüste und böse Gewohnheiten mich zu verführen drohen. Erinnere mich an meine Pflicht, so oft mich mein Leichtsinn zu unerlaubten Handlungen ver­leiten will, und gib mir Muth und Stärke, das Gute zu beginnen und zu vollenden. Kindliche Furcht vor dir leite alle meine Schritte. Sei mir allezeit gegenwärtig, ich mag allein oder in Gesellschaft sein, ruhen oder arbeiten! Gib mir auch, treuer Gott! deine Gnade, treu und fleißig in meinem Berufe zu sein, Zeit und Kräfte zu meinem und der Meinigen Wohlergehen gewissenhaft zu verwenden, den Müßiggang und die Verschwendung zu fliehen. Bewahre mich vor jeder eigennützigen Handlung, vor Uebervortheilung und Betrügerei. Laß mich ehrlich und liebreich mit meinem Nächsten umgehen, Jedermann nach Vermögen und Kräften dienen und helfen, und Nie­mand zu einer gerechten Beschwerde gegen mich Anlaß geben. Segne dieses Vorhaben und leite mich durch deinen Geist auf allen meinen Wegen, damit ich in deiner Furcht diesen Tag beginne und vollende. Ich bitte dich darum mit kindlicher Zuversicht, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

Heilige Maria, Mutter des Herrn, ihr heiligen Engel, die ihr täglich das Angesicht unsers himmlischen Vaters sehet, vereinigt euer Bitten mit meinem demüthigen Flehen, damit Gott mich und meine Angehörigen segne, zum Guten stärke, und zur ewigen Seligkeit führe. Amen.

Des Morgens erste Stunde Will ich, mein Gott, dir weih'n. Mein Herz stimmt mit dem Munde Zu deinem Lobe ein. Ja Herr! den ganzen Tag Laß so vor dir mich wandeln, Daß ich nicht bloß gut handeln, Nein auch gut denken mag.

Fromm laß mich, doch gesellig, Klug, doch von Falschheit rein, Freimüthig, doch gefällig, Und stark zur Tugend sein; Auch standhaft in der Noth. Kein Zorn schwäch' je die Liebe, Kein Ernst der Sanftmuth Triebe, Kein Scherz die Furcht vor Gott.