20
Communionandachten.
stes werden konnte und sollte, der weise, erleuchtete, gläubige, geheis ligte, nach deinem Ebenbilde ers neuerte, dir ähnliche und wohlge fållige, zu allen guten Werken ges schickte, in denselben geschäftige und eines höhern Zustandes fähige Mensch?
ich überlege, mit welchen Vorzügen die Gnade deines Sohnes und Gei: du uns, feine Bekenner, vor allen Völkern der Erde durch ihn begnadi: get, welche Mittel des Unterrichts und der Besserung, welche Kraft und Stärke zum Leben und göttlichen Wandel du uns verliehen haft und verleihen willst; wenn ich ermåge, wozu du uns als Christen berufen, welcher Glückseligkeit du uns fähig gemacht, welche Aussichten in die zukünftige Welt du uns eröffnet haft; wenn ich bedenke, wie sehr uns dieses Alles zum Glauben und Vertrauen, zur Liebe und Dankbarkeit, zur wil ligsten, eifrigsten Beobachtung dei ner Geseze, zu einem vorzüglich heiligen Sinne und Wandel antreiben sollte; und wenn ich mit dem Ullen mein Verhalten vergleiche: dann, ja dann muß ich mich schämen, dann, ja dann darf ich es kaum wagen, meine Augen aufzuheben zu dir.
Ich bin ein Bekenner, ein Nachfolger Jesu Christi, und rühme mich, das zu sein. Ich glaube an ihn als den Heiland und Seligmacher aller Menschen, als den Erretter von der Sünde und dem Tode, als den Wiederbringer des Lebens und der Unsterblichkeit, als unsern Borgånger und Herrn. Ich hoffe durch ihn Gnade und Vergebung, Kraft und Stärke, Troft und Ruhe für meine Seele, Hülfe und Errettung im Le= ben und Sterben, Seligkeit und ewiges Leben zu erlangen. Denke und handle ich nun auch so, wie es einem Bekenner und Nachfolger Jesu zukommt? Würde Jesus in mir seinen Bekenner und Nachfolger erkennen? Werden Undre mir es anmerken, daß ich Jesu Bekenner und Nachfolger bin, daß ich sein Bild an mir trage, daß ich so ger sinnet bin, wie Jesus Christus auch war, daß ich so denke und handle, wie er dachte und handelte? Finde ich selbst eine gewisse Aehnlichkeit zwischen mir und Jesu, zwischen meinem Verhalten und seinem Verhalten? Habe ich mich durch ihn von der Knechtschaft der Sünde ers lösen und durch seinen Geist reinigen
und
Ich bin dein Geschöpf, dein Kind, ein Erlöseter Jesu Christi, ein Erbe der Unsterblichkeit, von dir mit gro: Ben Fähigkeiten und Anlagen aus: gerüstet, zu erhabenen Absichten bes stimmt, zu einer ewigen Herrlich keit berufen in Christo Jesu. Wie hab' ich nun als ein solcher gedacht und gehandelt? Hab' ich dich als meinen Schöpfer erkannt_und gepriesen, dir als meinem Herrn gehorcht, dich als meinen Vater geliebet? Bin ich das worden, was ich als dein Geschöpf, dein Kind, dein Erlöseter, durch deine Gnade und


