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Gott, dessen Dasein,
schuf! Welch eine theure, süße Pflicht, die uns so reichen Lohn verspricht!
6. Ja, Pflicht ist's, daß ihr sein gedenkt, ihr, denen er Verstand ge schenkt. Die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wißt.
7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besingt, die ihr von ihm ein Herz em= pfingt, das sich zu Gott mit Inpfingt, das sich zu Gott mit Inbrunst nahn, und seine Größe füh
len kann.
8. Auch euer Mund, so oft er spricht, erinnert euch an diese Pflicht. Die Sprache dankt ihr ihm allein; und wolltet nicht voll Rühmens sein?
9. Wer ist wohlthätiger, als er? Denn welche Gabe sollt' uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch seinen Sohn uns giebt?
10. Was gebet ihr ihm nun dafür? Ist nicht ein Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe brennt, das Eing'ge, was ihr geben
könnt?
11. So preist denn, Christen, preist den Herrn, wer preist nicht milde Geber gern? Gedenkt, wie viel er uns gewahrt, wer ist, wie er, des Dankes werth?
3.
Mel. Wachet auf, ruft uns ic.
Bringe beinem Gott, dem Größe ten, dem Weiseften, dem Allerbesten, mit Freuden, Seele, Preis und Dant. Seine Majeftåt und Gnade,
womit er auf des Lebens Pfade dich führt, sei täglich dein Gesang. So fordert's der Beruf, bazu sein Arm dich schuf. Seiner Aufsicht sollst du dich freun, ihm ganz dich weihn, und Herold seines Ruhmes ſein.
2. Was im Himmel und auf Er
den nur je sein Umachtswort hieß werden, verkündigt seine Herrlichkeit. Ihm, ihm jauchzen Engelchöre; und du, du wärest ihm zur
Ehre nicht auch zu seinem Preis bereit? Auch dir gab seine Hand Empfindung und Verstand, zu erkennen, wie groß er ist, er, deß du bist, der huldvoll deiner nie vergißt.
3. Schäße diese deine Würde, und acht' es nie für eine Bürde, lobsingend Gottes dich zu freun. Seligkeit ist's, ihn zu loben. Wie wird der Geist dadurch erhoben! Und welch ein Glück kann größer sein? Im voraus schmeckt er schon der Frommen künft'gen Lohn, Himmelsfreuden. Erheitert sieht sich sein Gemüth, und Kummer, der ihn nagte, flieht.
4. Immer inniger und fester wird er mit dir, du Ullerbester, durch deines Namens Preis vereint; fühlt sich immer mehr getrieben, aus allen Kräften dich zu lieben, als seinen Vater, seinen Freund. Wie wächst ihm da der Muth,
von dir, du höchstes Gut, frob zu hoffen, was für die Zeit und Ewigkeit ihm nügt und sichern Trost verleiht.
5. Sollt'


