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ben, daß wir Dich, der Du allein wahrer Gott bist, und den Du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Was sollte der nicht haben, der Gott hat, den Alles Habenden? Was sollte der nicht besitzen, der da besißet den Allbesitzenden? Was der nicht sehen, der Gott, den Allsehenden, siehet? Wer Dich siehet, der herrschet mit Dir und besitzt Dein Reich in alle Ewigkeit. So komme denn Dein Reich zu uns! Ach bald, ja bald komme es uns, die wir die Fremdlinge sind in diesem Thale des Jammers, von Todesschmerz und Höllennoth umgeben, da wir nicht meiden können die Sünde, da wir tragen der Leiden endlose Last, und nicht Einer glücklich ist, er sey arm oder reich, weise oder thöricht. denn hier ist überall nur Arbeit und Seelennoth. Wir sehen es dem Thale des Jammers an, daß es nicht unser Erbe ist, daß wir unser Reich anderswo zu suchen haben. Fremdlinge denn sind wir, wie alle unsere Väter, und flehen zu Dir, o Vater, daß Du das Reich uns bescheidest, welches von Dir bereitet ist von dem Anfang der Welt; daß wir befreiet werden von dieser argen Zeit, daß wir mit Dir und Deinen Heiligen leben im Frieden Deiner Ewigkeit!
Dein Wille geschehe im Himmel, wie auf Erden.
Dem Frommen gehet das Licht auf in der


