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den nicht zum Heile meiner Seele gebrauchte; wenn ich aufs Neue die Welt den himmlischen Gütern vorziehen und wie Esau für das elende Linsenmus der finnlichen Lust mein Erstgeburtsrecht auf die ewige Seligkeit verkaufen wollte; wenn ich durch meine Sünden der Hoffart, durch Geiz, Neid, Haß, durch Unmäßigkeit, durch Lauigkeit im Gebete, durch Hartherzigfeit gegen meine Mitmenschen die Liebe und Gnade Gottes wieder verscherzen sollte. Würde ich dann nicht beweisen, daß das Versprechen von jett an nach deinem Beispiele, o heiliger Aloysius, Gott allein zu dienen, blos ein Vorwand war, womit ich es wagte, mich in die Gesellschaft deiner Diener zu mischen!
Nein, o heiliger Aloysius, das sei fern von mir! Mit Gottes Gnade will ich mich vielmehr bestreben durch fittiame Demuth in Gesinnung und Worten, in Geberden und Kleidung, durch Zurückgezogenheit von der ausgelassenen Weltlust, durch besondere Sanftmuth und Geduld, sowie durch eifrige Ausübung der Werke der Barmherzigkeit, durch Eifer und Andacht in allen gottesdienstlichen Handlungen, fleißiges Anhören des Wortes Gottes und durch häufigen und würdigen Empfang der heiligen Sakramente mich immer und überall vor Guten und Bösen ungescheut als ein wahres Kind
Univ.- Bibl. Giessen


