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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebete zur Hausandacht [und] Der kleine Catechismus D. M. Luthers
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Von der Beichte. 10

bleiben. Und ist also die Taufe eine gewisse Versiche­rung, daß uns Gott zu Kindern angenommen hat; das Abendmahl aber, daß er uns unsers Ungehorsams nicht will entgelten lassen.

Was empfängst du im heiligen Abendmahl? Den wahren Leib und Blut unsers Herrn Jesu Chri­sti, unter dem Brod und Wein.

Warum gehest du zum Tisch des Herrn?

Daß ich meinen Glauben an den Herrn Christum durch die Nießung seines Leibes und Blütes stärke, und meine arme Seele tröste.

Glaubest du und bekennest dieses Alles von Herzen, was du von der christlichen Liebe jebund gesagt hast? Ja Herr.

Willst du dich denit auch in den Gehorsam der christli­chen Kirche ergeben, und nachdem du glaubest und be kenneft, hinfort thun und leben, und was du allhier ver­heißest und zusagest, thun und getreulich halten? Ja, Herr, durch die Gnade und Hülfe unsers Herrn Jesu Christi.

Von der Beichte.

Was ist die Beichte?

Die Beichte begreift zwei Stücke in sich: Eins, daß man die Sünden bekenne: Das andere, daß man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger empfahe, als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifele, sondern fest glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel.

Welche Sünden soll man beichten?

Vor Gott soll man aller Sünden sich schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unser thun. Aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. Welche