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Gesänge.
Lied vom heiligen Antonius.
1. Lob sei dem Vater und dem Sohn' Auf Erden bis zum Himmelsthron'; Lob, Dank und Ehr' dem heil'gen Geist! Anton in euch sich selig preis't.
2. Nun zitt're Fürst der finstern Macht! Bebt Zweifler vor der Wunder Macht! Anton zeigt durch ein stummes Thier Die Gegenwart des Herrn allhier.
3. Einst rief man dich, o Wundermann! Als Retter der Bedrängten an; Du riefst den Todten aus dem Grab', Der von der Unschuld Zeugniß gab.
4. Schnell, wie durch eines Engels Hand, Wardst du geführt in fremdes Land, Und rettetest aus ihrer Noth Die Unschuld von dem nahen Tod.
5. Mit welcher Weisheit sprachst du nicht Einst öffentlich aus heil'ger Schrift! Daß selbst der Papst erstaunt bekannt', Und dich die Bundesarche nannt'.
6. Auf deine Fürbitt' weichet schnell Tod, Krankheit, Kummer, Satan, Höll'; Sa oft schaffst du im Augenblick Das, was verloren ist, zurück.
7. Wer ist, der deine Hülfe sucht Und reuevoll die Sünd verflucht, Der nicht bei dir, Anton! geschwind Troft, Hülfe und Errettung find't?
8. Du starbft, und deine Sterbestund' Macht unbewußt die Unschuld fund. Sie weinten laut und riefen dann: Verschieden ist der heil'ge Mann!
9. Schon längst zu Asche aufgelös't War deine Hülle und verwes't, Als staunend man am Grabe stand Und deine Zunge lebend fand.


