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merksam die Regel des dritten Ordens und man wird finden, daß sie allgemein gültige Lehren und Gebote des christlichen Lebens enthält. Nur die eine oder andere Vorschrift bezieht sich auf damalige Verhältnisse und diese Nebensachen sind schon längst abgeändert. Der ganze Geist der Regel aber kommt darauf hinaus, möglichst vollkommene Christen in der Welt zu bilden. Der dritte Orden will nur erneuern das Leben der ersten Christen, die laut der Geschichte mitten in der Welt geistlich lebten, Streitigkeiten und Prozesse flohen, lieber Unrecht litten, als Unrecht thaten, ihre Angelegenheiten durch Friedensrichter schlichteten, den Armen von ihrem Ueberfluß mittheilten und durch gegenseitige Liebe Ein Herz und Eine Seele waren. Aehnliches will der h. Franciscus. Darum fordert er, daß die Brüder und Schwestern das unrecht erworbene Gut zurückstellen, sich mit ihren Feinden versöhnen, ihre Mißhelligkeiten friedlich schlichten und alle Werke der Nächstenliebe üben sollen. Sie sollen dieselben durch zeitweilige Gaben unterstützen, die Kranken besuchen und pflegen, die Todten christlich bestatten, die Unwissenden belehren, die Verirrten auf den rechten Weg zurückführen.
Ich frage nun- ist dies nicht mehr für unsere Zeit? Aber, sagt man: ,, Viele Mitglieder des dritten Ordens sind doch gar nicht so beschaffen. Es sind bloße Frömmler und Betschwestern, voll von Eigensinn und geistlichem Stolz."
Es ist freilich zu beklagen, daß man diesen Vorwurf nicht ganz allgemein zurückweisen kann, und daß ein falscher Geist den guan einzelnen Orten ten Samen bei Manchen erstickt hat. Indeß der billig Denkende muß zugeben, daß der obige Vorwurf nur die Personen und zwar nur einzelne Personen,
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