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Kap. 1. Geburt des Hl. Aloyfius.
seiner Mutter, Donna Martha von Tana, welche Hofdame der Königin Isabella von Spanien war. Als solche lehrte sie Don Ferdinand, Markgraf von Castiglione, fennen, indem er am Hofe Philipps II. des Königs und Gemahls der Isabella, sich aufhielt. Bewogen durch die vortrefflichen Eigenschaften der edlen Jungfrau, entschloß er sich, nach reiflicher Ueberlegung und eifrigem Ge bete, fie zur Ehe zu begehren. Er erhielt ihr Jawork, und auch die königlichen Majestäten ertheilten die gewünschte Zustimmung. Sie empfiengen darauf zu Madrid an der Stufe des Altars zum heiligen Johannes dem Täufer vor der Kirche den Segen über ihre eheliche Verbindung. Der Markgraf erhielt auch die Erlaubniß, seine Gemahlin nach Italien zu begleiten, um fie dort in seine Besizungen zu führen. Die Markgrafschaft Castiglione lag nämlich in der Lombarde zwischen Verona, Mantua, Brescia, am GardaSee. Die fromme Markgräfin fühlte sich glücklich, von der lästigen und gefährlichen Umgebung des Hofes frei zu sein, und diente in ihrer Ehe Gott so eifrig, als sie es längst gewünscht und sich vorgenommen hatte. Wäh rend sie nun ihr erstes Kind unterm Herzen trug, wurde sie mehr und mehr von dem Berlangen erfüllt, einen Sohn zu bekommen, der Gott im geistlichen Stande diente. Sie lehte inständig zu Gott um diese Gnade, und fand auch vollkommene Erhörung. Denn sie


