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Einladung.
erquicke den Geist der Gedemüthigten und das Herz der Zerschlagenen, Jch will nicht immer Hadern und nicht ewiglich zürnen, sondern es soll von meinem Angesicht ein Geist wehen und ich will Odem machen." Das thut der HErr, indem er sich selbst uns mittheilt. Wie er einst aus seinem Wesen den Geist einhauchte in den tobten Erdenklos, daß seinem Bilde gleich der Gottesmensch lebte, so gibt er in den durch Sünde gestorbenen, aber in JEsu gereinigten Menschen seinen neuen Geist und sein Le ben und so vermählt er sich mit ihm nach dem Wort ( Hof. 2, 19.)! Ich will Mich mit dir verloben in Ewigkeit, ich will Mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit, ja im Glauben will Ich Mich mit dir verloben und du wirst den HErrn erkennen, d. i. Eins mit ihm werden, wie im Bund der Ehe.
Darum ruft der HErr: Kommet zur Hochzeit." Und wo ist diese Vermählung und Vereinigung inniger, als da, wo wir Ihn selbst wesenhaft in uns aufnehmen nach dem Wort der höchsten Einladung, die es geben kann:
„ Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch dargegeben wird.
** Nehmet hin und trinket, das ist mein Blut des Neuen Testaments, das für euch und für Viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."


