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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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Die Wöchnerin betet

8. D großer Gott! ich danke dir Für dein getreues Lieben, Daß du so gnädiglich bei mir In meiner Noth geblieben, Und nunmehr mich da von befreit! Dir sey Lob, Preis in Ewigkeit, Lobt seine Gnad' und Güte!

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Die Wöchnerin betet ihr Morgengebet. Aufmunterung.

Soll beten und Gott anrufen die tägliche Arbeit eines jeden frommen Christen seyn, wie viel mehr soll eine Sechswöchnerin mit Gebet den Tag anfangen und schließen; sonderlich, da in diesem Stande ihr und ihrem Kinde so vielerlei begegnen kann. Wenn sie aber sich und ihr Kind in die Hand Gottes empfohlen hat, so kann sie auch desto getroster auf die göttliche Hülfe sich verlassen. Es soll demnach eine Sechswöchnerin am Morgen Gott danken 1) für die verliehene Nachtruhe, und wenn dieselbe ohne zurückgebliebene Schmerzen vollbracht ist, soll sie 2) sich und ihr Kind Gott übergeben und anbefehlen, daß er sie behüten, segnen und bewahren wolle. Sie soll auch 3) mit guten Gedan­ken den Tag hinbringen, und die bestimmte Ruhe mit Danksa­gung genießen. Und so ja noch Beschwerlichkeiten übrig wären, welche sich nach der Geburt einzufinden pflegen, so soll sie 4) die­selben mit Geduld ertragen, und glauben, daß der Gott, der so herrlich sie aus den Nöthen gerissen, das übrige Wehe auch in Gnaden abwenden werde.

Gebet.

O du gnadenreicher Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! ich erhebe in dieser Morgenstunde zu dir mein Herz, meinen Mund und meine Hände, und danke dir für den gnädigen Schuß, den du mir diese Nacht geleistet hast. Dein Engel hat um mein Bette gewacht, daß mich kein Unfall gerühret; du hast mich und mein Kind bewahret, und mich diesen Morgen fröhlich wieder die liebe Sonne erblicken lassen. Herr, Herr, wie groß ist deine Güte, welche alle Morgen neu ist! Deine Gnade hat mich die Nacht umgeben, dein Schuß ist um mich gewesen, und deine Barmherzigkeit hat mich bedecket, daß ich unbeschädiget bin erhal­ten worden. Nun, das hat Gott gethan, das ist ein Werk sei­ner Liebe und Treue. Darum auf, mein Geist und meine Seelę! und lobe den Herrn, der dir so viel Gutes gethan hat. Herr, Herr, du bist immerdar und auch diese Nacht mein Beistand