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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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Die Wöchnerin danket Gott für ihre glückliche Entbindung. 53

Andachten für Wöchnerinnen.

Die Wöchnerin danket Gott für ihre glückliche Ent­bindung.

Aufmunterung.

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,, Ein Weib, wenn sie das Kind zur Welt geboren hat, dens fet nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist"; also sagt der Mund der Wahr­heit, Christus( Joh. 16. 3. 21.). Dieses läßt auch Gott gotts felige Ehefrauen empfinden, daß sie nach der glücklichen Ents bindung alles Trauern unterlassen und Gott hoch preisen. Sie sollen Gott preisen 1) für seine Allmacht, die sie erhalten, und für den Beistand, den er ihnen geleistet hat, indem sie gestehen. müssen, daß ohne Gottes besondere Hülfe all ihr Bemühen wäre vergebens gewesen. Sie sollen 2) Gettes Gnade rühmen, daß er il re Geburtsschmerzen abgekürzet und gelindert hat. Sie sollen 3) Gett danken, daß er sie ihr Kind mit Freuden hat erblicken lassen, oder so es ja todt wäre, daß es Gott zur ewigen Freude und Herrlichkeit aufgenommen, und ihm nach seiner Barmherzigkeit für das irdische Leben das himmlische Freuden leben gegeben habe. Sie sollen 4) die ihnen von Gott geschenkte Druhe durch Vorwiß oder Geiz, oder unnöthiges Umhergehen und Bemühungen nicht brechen, sondern dieselbe genießen und anneh­men. Denn wenn manche Kindbetterinnen in den ihnen von Gott bestimmten Ruhetagen sich oftmals wollen groß machen mit Aus- und Eingehen, so fallen sie in gefährliche Krankheiten, be kommen beschwerliche Leibesschäden, unglückliche Zufälle, und dann mögen sie es sich selbst und ihrem Vorwitz zuschreiben, und den Schaden tragen, daß sie haben weiser seyn wollen, als Gott, der ihnen eine Ruhe geordnet, und für nöthig erachtet hat, sie aber dieselbe für unnöthig gehalten und verachtet haben. Daher auch die Ehemänner ihre Eheweiber in solcher Ruhe nicht stören, sondern Gottes Ordnung, welcher den Sechswöchnerinnen befoh len, 3. B. Mos. 12, daheim zu bleiben und sich zu erholen, treus lich nachkommen, und sie zu keiner Arbeit anstrengen, oder vor der Zeit ihr Wochenbett zu verlassen nöthigen sollen. Auch sollen die Wöchnerinnen 5) Gott täglich anrufen, er wolle sie und ihr Kind vor allem llebel und Unfall bewahren, und also sich und dasselbe in fleißigem Gebet Gott empfehlen. Endlich