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nicht? o reicher Gott! wer schüßet mich auf meinen Wegen? du bist es, Herr Gott Zebaoth! du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld.
10. Vor andern füff' ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute! und ist mir eine sanfte Laft: sie macht mich fromm und zeugt dabei, daß ich dir lieb und theuer sei.
11. Ich hab' es ja mein' Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage getreulich haft hindurch geführt; denn in der größesten Gefahr wurd' ich dein Trostlicht stets gewahr.
12. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden in deis nem steten Lobe stehn? wie sollt' ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphirend einhergehn? ja, fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein.
13. Drum reiß' ich mich jetzt aus der Höhle der schnöden Eitelkeiten los und rufe mit erhöhter Seele: mein Gott! du bist sehr hoch und groß. Kraft, Ruhm, Preis, Dank und Herrlichkeit gehört dir jetzt und allezeit!
14. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich bie Zunge regt; ich will dir Frendenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm' ich doch mit Seufzen ein.
15. Ach, nimm dies arme Lob auf Erden, mein Gott! in allen Gnaden hin; im Himmel soll es beffer


