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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi aus den vier Evangelisten zusammengefaßt
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I. Allgemeine Gebellieder.

Und meinen Geist erneuen; Mein| bösen Lüste, Auf daß ich für und Gott, versag mirs nicht!

2. Vergib mir meine Sünden Und wirf sie hinter dich; Laß allen Zorn verschwinden Und hilf mir gnädig­lich; Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben; Ach Herr, er­höre mich!

3. Vertreib aus meiner Seelen Den alten, eitlen Sinn Und laß mich dich erwählen, Daß ich mich fünftighin zu deinem Dienst ergebe Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöset bin.

4. Beförbre dein Erfenntniß Sn mir, mein Seelenhort, Und öffne mein Verständniß Durch dein leben­dig Wort; Damit ich an dich gläube Und in der Wahrheit bleibe, Ja wachse fort und fort.

5. Mit deiner Kraft mich rüste, 3u freuzgen die Begier Und alle

für Der Sündenwelt absterbe Und nach dem Fleisch verderbe, Hingegen leb in dir.

6. Ach zünde deine Liebe In mei­ner Seele an, Daß ich aus innrem Triebe Dich ewig lieben kann, Und dir zum Wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, Verleih mir Kraft und Muth; Denn das sind Gnadenwerke, Die dein Geist schafft und thut; Hingegen all mein sinnen, Mein lassen und beginnen 3ft böse und nicht gut.

8. Darum, du Gott der Gnaden, Du Vater aller Treu, Wend allen Seelenschaden Und mach mich täg­ich neu! Gib, daß ich deinen Willen Getreulich mög erfüllen, Und steh mir kräftig bei.

Gotter, g. 1661 1735.

Eigene Viel.( Jak. 1, 17.) 13. Gott, bu frommier Gott,| ten Kraft Und Nachdruck ohn Ver­Du Brunnquell aller Gaben, Ohn druß. den nichts ist was ist, Von dem wir alles haben! Gesunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Nein das Gewissen bleib. 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu Freunde, die mit Nath Und That mich dein Befehl In meinem Standemir nahe sind.

führet. Gib, daß ichs thue bald, 5. Laß mich mit jedermann In Zu der Zeit, da ich soll, Und dann Fried und Freundschaft leben, So gerathe mirs Durch deinen Segen weit es christlich ist. Willst du mir wohl. etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gib auch dieß dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sey.

3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen, Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich re- 6. Soll ich auf dieser Welt Mein den soll und muß, So gib den Wor- Leben höher bringen, Durch manchen

4. Find't sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen; Gib einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind Mit Sanftmuth überwind; Gib