Neuntägige Andacht für die armen Seelen. 303
Erster Tag.
Vielfältig find die Beinen, welche jene gebe
nedeiten Seelen leiden müssen, aber die größte aus allen ist der Gedanke, daß ihre im Leben begangenen Sünden die Ursache ihrer gegenwärtigen Leiden sind.
O Jesus, mein Heiland! Ich habe so vielmal die Hölle verdient; wie groß wäre jetzt mein Schmerz, wenn ich verdammt worden wäre und denken müßte, daß ich selbst an meiner Verdammniß Schuld sei! Ich danke Dir für die Geduld, die Du mit mir getragen hast. mein Gott! Ich liebe Dich über Alles, und es reut mich von ganzem Herzen, Dich beleidiget zu haben, weil Du die unendliche Güte bist. Ich will lieber sterben, als Dich je wieder beleidigen. Gib mir die Gnade der heiligen Beharrlichkeit, habe Mitleiden mit mir, zugleich aber auch Erbarmen mit jenen gebenedeiten Seelen, die im Fegfeuer leiden. Mutter Gottes, Maria! Komme ihnen mit deiner mächtigen Fürbitte zu Hülfe!
Ein Vater unser und Ave Maria und für die Verstorbenen:
Ach, erbarme dieser Bräute, Dieser hart gequälten Töchter Dich! Laß die Theuren Dir zur Seite Deiner Tröstung ewig freuen sich.


