Einleitung.
Mitmenschen Genüge leisten zu können; denn wirklich, was könnte es für gläubige Seelen Erhabeneres, Freudigeres und Tröstlicheres geben, als der Gedanke, daß sie durch ihr Gebet den theuren Abgeschiedenen auch noch jenseits des Grabes ihre Liebe werkthätig erweisen, und daß der liebe Gott dieses Gebet als ein wohlgefälliges Opfer und Lösegeld für ihre Befreiung annehme?
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Gewiß ist es ein süßer Trost, den uns unsere Religion anbietet, daß die wahre, in Gott gegründete Liebe auch durch den Tod nicht getrennt werde( die Liebe hört nimmermehr auf, sagt der heilige Apostel I. Kor. 13. 8.); daß sie in und durch Gott dann erst recht wirksam sei, und daß durch dieſe Liebe, als das Band der Vollkommenheit( Kol. 3. 14.), die leidende wie die triumphirende Kirche mit der streitenden auf Erden Eine Familie, ,, Einen Leib ausmache, zusammengefügt durch alle Gelenke der Dienstleiſtungen, nach dem Maße der Wirksamkeit eines jeden Gliedes, alle unter dem Einen Haupte Christus."( Ephes. 4. 16.)


