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Mühlhäusisches Gesangbuch : [nebst] Die sonn- und festtägigen Episteln und Evangelien
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Pf. 146. 147.

ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.

19. Er thut, was die Gottes­fürchtigen begehren, und höret ihr Schreien, und hilft ihnen.

20. Der Herr behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlofen.

21. Mein Mund soll des Herrn Cob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich. Der 146. Psalm. Vom wahren Vertrauen auf Gott. 1. Halleluja.

Der Psalter.

Lobe den Herrn, meine Seele. 2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin.

3. Verlaffet euch nicht auf Fürsten, sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.

4. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zur Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschläge.

5. Wohl dem, deß Hülfe der Gott Jacobs ist, deß Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, stehet!

6. Der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der Glaube hält ewiglich.

7. Der Recht schaffet denen, so Ge­walt leiden, der die Hungrigen speiset. Der Herr erlöset die Gefangenen.

8. Der Herr macht die Blinden fehend, der Herr richtet auf, die niedergeschlagen find. Der Herr liebet die Gerechten.

9. Der Herr behütet die Fremdlinge und Waisen, und erhält die Witwen, und kehret zurück den Weg der Gottlosen.

10. Der Herr ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für. Halleluja. Der 147. Psalm. Vermahnung zur Danksagung für Gottes Vorsorge und Wohlthaten.

1. Lobet den Herrn, denn unsern Gottloben, das ist ein köstliches Ding; solches Lob ist lieblich und schön.

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2. Der Herr bauet Jerusalem, und bringet zusammen die Verjagten in Ifrael.

3. Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen.

4. Er zählet die Sterne und nennt sie alle mit Namen.

5. Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und ist unbegreiflich, wie er regieret.

6. Der Herr richtet auf die Elenden, und stößt die Gottlosen zu Boden. 7. Singet um einander dem Herrn mit Danken, und lobet unsern Gott mit Harfen,

8. Der den Himmel mit Wolken ver­decket, und gibt Regen auf Erden, der Gras auf Bergen wachsen läßt;

9. Der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.

10. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an jemandes Beinen.

11. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.

12. Preife, Jerusalem, den Herrn; lobe, Zion, deinen Gott.

13. Denn er macht fest die Riegel deiner Thore, und segnet deine Kinder darinnen.

14. Er schafft deinen Grenzen Friede, und sättiget dich mit dem besten Weißen.

15. Er sendet feine Rede auf Er­den; sein Wort läuft schnell.

16. Er gibt Schnee wie Wolle; er streuet Reif wie Asche.

17. Er wirft seine Schloßen wie Biffen; wer kann bleiben vor seinem Frost?

18. Er spricht, so zerschmelzet es; er läßt seinen Wind wehen, so thauet es auf.

19. Er zeiget Jacob sein Wort, Ifrael seine Sitten und Rechte.

20. So thut er keinen Heiden, noch läßt sie wissen seine Rechte. Halle­luja.

Der