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Mühlhäusisches Gesangbuch : [nebst] Die sonn- und festtägigen Episteln und Evangelien
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Der Psalter.

174

161. Die Fürsten verfolgen mich ohne Ursach, und mein Herz fürchtet sich vor deinen Worten.

162. Ich freue mich über deinem Wort, wie einer, der eine große Beute friegt.

163. Lügen bin ich gram, und habe Greuel daran; aber dein Ge­fet habe ich lieb.

164. 3d lobe dich des Tages siebenmal, um der Rechte willen deiner Gerechtigkeit.

165. Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln.

166. Herr, ich warte auf dein Heil, und thue nach deinen Geboten. 167. Meine Seele hält deine Zeug­nisse, und liebet fie fast.

168. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir.

169. Herr, laß meine Klage vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort.

170. Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort.

171. Meine Lippen sollen loben, wenn du mich deine Wege lehrest.

172. Meine Zunge soll ihr Ge­spräch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht.

173. Laß mir deine Hand bei­stehen; denn ich habe erwählet deine Befehle.

174. Herr, mich verlangt nach deinem Heil, und habe Lust an dei­nem Gesetz.

175. Laß meine Seele leben, daß sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen.

176. Ich bin wie ein verirrtes und verlornes Schaf, suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht. Der 120. Psalm.

Gebet wider falsche Lehrer, Ver­leumder und Tyrannen. 1. Ein Lied im höhern Chor. Ich rufe zu dem Herrn in meiner Noth, und er erhöret mich.

p. 120. 121. 122.

2. Herr, errette meine Seele von den Lügenmäulern und von den falschen Zungen.

3. Was kann dir die falsche Zunge thun? Und was kann sie ausrichten? 4. Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wachholdern.

5. Wehe mir, daß ich ein Fremd­ling bin unter Mesech! Ich muß | wohnen unter den Hütten Kedars.

6. Es wird meiner Seele lange zu wohnen bei denen, die den Frieden haffen.

7. Jch halte Frieden; aber wenn ich rede, so fangen sie krieg an. Der 121. Pfalm.

Gott ist ein Menschenhüter. 1. Ein Lied im höhern Chor.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.

2. Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde ge­macht hat.

3. Er wird deinen Fuß nicht

gleiten lasſen, und der dich behütet,

nicht.

4. Siehe, der Hüter Israel schläft noch schlummert nicht.

5. Der Herr behütet dich, der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

6. Daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. 7. Der Herr behüte dich vor allem Uebel, er behüte deine Seele.

8. Der Herr behüte deinen Aus­gang und Eingang, von nun an bis in Ewigkeit.

Der 122. Pfalm. Herrlichkeit der Stadt Jerusalem. 1. Ein Lied Davids im höhern Chor. Ich freue mich deß, das mir ge­redet ist, daß wir werden ins Haus des Herrn gehen,

2. Und daß unsere Füße werden stehen in deinen Thoren, Jerusalem. 3. Jerusalem ist gebauet, daß es eine Stadt sey, da man zusammen kommen soll,

4. Da die Stämme hinauf gehen sollen, nemlich die Stämme des

Herrn,