Am 24. Sonntage nach Trinitatis.
Evangel. am 24. Sonnt. nach Trinit., *** Matth. 9, v. 18- 26. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber fomm, und lege deine Hand auf sie, so wird fie lebendig. Und Jesus stand auf, uns folgte ihm nach, und feine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um und sahe sie, und sprach: Sey getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derfelbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und fabe die Pfeiffer und das Ge. tümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht todt, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Ais aber das Voll ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie bei der Hand; da stand das Mägblein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land.
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Daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seyd in allen guten Werken, und wachset in der Erfenntniß Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden. Unb banffaget dem Bater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbtheil der HeiWelcher uns ligen im Licht. errettet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat uns verjeget in das Reich seines lieben Sobnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden.
Epistel, Col. 1, v. 9-14. Derhalben auch wir, von dem Tage an, da wirs gehöret haben, hören wir nicht auf für euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erfenntniß feines Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand.
Evangel. am 25. Sonnt. nach Trinit.,
Matth. 24, v. 15-28.
Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Stätte,( wer da liefet, der merke darauf).
Alsdann
fliehe auf die Berge, wer im Jüdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der fehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbat. Denn es wird alsdann eine große Trübsal seyn, als nie gewesen ist, von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht


