Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

48

Am 18. Sonntage nach Trinitatis.

selbst erhöhet, der soll erniedriget| die Pharisäer bei einander waren, werden; und wer sich selbst er fragte sie Jesus, und sprach: niedriget, der soll erhöhet werden. Wie dünft euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davide. Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er saget: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Seze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sobn? Und Niemand founte ibm ein Wort antworten und durfte auch Niemand von dem Tage an hinført ihn fragen.

Epistel, Ephes. 4, v. 1-6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebühret eurem Beruf, darin ihr berufen sehd, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld und vertraget Einer den Andern in der Liebe und seyb fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen sehd auf aller lei Hoffnung eures Berufes. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater ( unser) Aller, der da ist über euch Alle und durch euch Alle und in euch Allen.

Evangel. am 18. Sonnt. nach Trinit.

Maith. 23, v. 34-46. Da aber die Pharifäer hörten, daß er den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten fie fich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, wel ches ist das vornehmste Gebet im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Her zen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüth. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ift dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun

Epistel, 1. Cor. 1, v. 4-9.

Ich danke meinem Gott allezeit eurenthalben für die Gnade Got­tes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr sehd durch ihn in allen Stücken reich ge­macht an aller Lehre und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Christo in ench träftig worden ist, also, daß ihr einer Gabe, und wartet auf die feinen Mangel habt an irgend Offenbarung unsers Herrn Jefu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich sehd auf den Tag Gott ist tren, durch welchen ihr unsers Herrn Jesu Christi. Denn berufen sehd zur Gemeinschaft jeines Sohnes Jesu Chrifti, unsers Herrn.

Evangel. am 19. Sonnt. nach Trinit., Matth. 9, v. 1-8.

Da trat er in das Schiff und fuhr wieder herüber und fam