Am 15. Sonntage nach Trinitatis.
ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die freuzigen ihr Fleisch sammt den Lüsten und Begierden.
Brieftern. Und es geschahe, da| lichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftfie hingingen, wurden sie rein. muth, Reuschheit. Wider solche Einer aber unter ihnen, da er fahe, daß er gefund werden war, fehrete er um und preisete Gott mit lauter Stimme. Und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankete ihm, und bas war ein Samariter. Jesus aber antwortete und ſprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworben? Wo sind aber die neune? Hat fich sonst feiner funden, der wie ber umfehrete und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Frembling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat bir geholfen.
Evangel. am 15. Sonnt. nach Trinit., Matth. 6, v. 24-34.
Epistel, Gal. 5, v. 16-24.
Niemand kann zween Herrenbienen; entweder er wird einen haffen und den andern lieben, ober er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum fage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euern Leib, was ihr anziehen werdet. Ist Ich sage aber, wandelt im nicht das Leben mehr, denn bie Geiste, so werdet ihr die Lüfte Speise? Und der Leib mehr, des Fleisches nicht vollbringen. denn die Kleidung? Sehet die Denn das Fleisch gelüstet wider Vögel unter dem Himmel an, ben Geist, und der Geist wider| fie säen nicht, sie ernten nicht, das Fleisch. Dieselbige sind wir er einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so sehd ihr nicht unter bem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da find: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zant, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, bie solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Frenbe, Friede, Geduld, Freund
fie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernähret sie doch. Sehd ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum forget? Und warum sorget ihr für die Kleibung? Echauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht begleitet gewesen ist, als derselben Eins. So denn Gott bas Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen ge


