Druckschrift 
Der große Myrrhengarten des bitteren Leidens / von P. Martin von Cochem. Mit Sorgfalt gejätet mit schönen Passionsblumen aus andern Werken desselben Verfassers und mit wohlriechenden Pflanzen aus dem Garten der Kirche sehr vermehrt, und dem christlichen Volke wieder geöffnet vom Verfasser des "Wie wirds besser?". Mit Genehmigung des Hochw. Bischofs von Paderborn
Entstehung
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Das zwölfte Gärtlein.

Sohn, welchen der Priester jetzt aufhebt, und dir als ein wahres Opfer aufopfert. Auch ich opfere ihn dir in solcher Gestalt, wie Er am heiligen Kreuze gehangen und in größten Schmerzen seinen Geist auf­gegeben hat. Lasse dir dies unschäßbare Opfer bestens gefallen, und zur Erlösung der armen Seelen ge­reichen. Amen.

Bur Aufhebung des h. Kelches.

Siehe an das rojenfarbene Blut deines Sohnes Jesu Christi, himmlischer Vater, welches unter so viel Schmach und Pein für uns ist vergossen worden. Ich opfere dir dasselbe zur Erquickung der armen Seelen, bittend, du wolleft sie durch die Kraft deines heil. Blutes von ihren Makeln reinigen. Amen. Milder Jesu! Gott und Herr!

Gib den armen Seelen Ruh!

Dreimal.

Zuletzt wird beigefügt: In Ewigkeit.

Nach der Wandlung.

Jesu Christe, du unser wahrer Priester und Ver­söhnopfer, mit wahrer gottgebührender Ehrerbietung bete ich dich an, und glaube fest, daß du jetzt auf dem Altare persönlich gegenwärtig bist. Ich glaube, daß du dich jetzt deinem Vater ebenso träftig auf opferst, als damals, wo du dich ihm am h. Kreuze geopfert und für das Heil der armen Seelen gebetet haft. Ach! sei auch eingedenk derjenigen armen Seele, für welche ich diese h. Messe höre, und für welche ich am meisten zu beten schuldig bin. Für diese wollest du jetzt insbesondere bitten, und deinem Vater die ganze Frucht deines Leidens aufopfern. Zeige