Druckschrift 
Der große Myrrhengarten des bitteren Leidens / von P. Martin von Cochem. Mit Sorgfalt gejätet mit schönen Passionsblumen aus andern Werken desselben Verfassers und mit wohlriechenden Pflanzen aus dem Garten der Kirche sehr vermehrt, und dem christlichen Volke wieder geöffnet vom Verfasser des "Wie wirds besser?". Mit Genehmigung des Hochw. Bischofs von Paderborn
Entstehung
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Das erste Myrrhen- Gärtlein.

Gepflanzt mit schönen

Morgen- und Abendgebeten.

Morgengebet zu Gott dem Vater.

Mein Herz und Gemüth erhebe ich zu dir, o himm­lischer Vater! und zum Zeichen meiner treuen Liebe seusze ich inbrünstig gen Himmel hinauf zu_dir.

( Hier erwecke ein sehnsüchtiges Verlangen nach dem Himmel.) Vor den Füßen deiner göttlichen Majestät zur Erde gebeugt, bete ich an deine unendliche Gottheit, und sage dir herzlichen Dank, daß du aus Gnade mir diesen Tag zu meinem Heile bescheert hast. Ich erkenne mich als deine mit Leib und Seele dir ver­pflichtete Kreatur, welche du zu deinem Dienst erschaf­fen, und bisher ernähret hast. Deswegen bekenne ich mich auch für verpflichtet, dir zu dienen, und alle meine Kräfte zu deiner Ehre anzuwenden. Zur Be­zeugung dessen opfere ich dir mein ganzes Herz zu einem wohlgefälligen Früh- Opfer und bringe dir dasselbe als die edelste Gabe dar, so ich von dir empfangen. Dies mein Herz ist erfüllt von heftiger Begierde, dich zu lieben, und diesen ganzen Tag durch alle seine Werke dein unendliches Wohlgefallen zu erwecken. Diese meine inbrünstige Begierde nimm

Myrrhengarten III. 23. Aufl.

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