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Gesangbuch für die Evangelischen Gemeinden in Kurhessen besonders in der Grafschaft Schaumburg : mit höchster Genehmigung ; [nebst] Episteln und Evangelia auf alle Sonn- und Festtage durchs ganze Jahr
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des Leidens und Todes Jesu Christi.

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dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an ge­wirket, durch und durch. Da sprachen sie unter einander: Laßt uns den nicht zertheilen, sondern darum loosen, weß er sein soll. Auf daß er-. füllet würde die Schrift, die da saget: Sie haben meine Kleider unter sich getheilet, und haben über meinen Rock das Loos geworfen; solches thaten die Kriegsknechte. Und sie saßzeu allda und hüteten sein. Es war aber um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Und das Volk stund, und sahe zu.

Die aber vorüber gingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre Köpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst dn den Tempel, und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber. Bist du Gottes Sohn, so steige herab vom Kreuz. Desgleichen auch die Hohenpriester verspotteten ihn unter einander, mit den Schriftgelehrten und Aeltesten, sammt dem Volke, und sprachen: Er hat andern geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er Christ, der König von Israel, der Auserwählte Gottes, so helfe er ihm selber, und steige nun vom Kreuz, auf daß wirs sehen, und glän­ben ihm. Er hat Gott vertrauet, der erlöse ihn nun, lüstet es ihn: Denn er hat gesaget: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber. Aber der Uebelthäter einer, die da gehenkt waren, lästerte ihn, und sprach: Bist du Christus, so bilf dir selbst, und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß bist? Und zwar wir sind billig drinnen; denn wir empfahen, was unfre Thaten werth sind. Dieser aber hat nichts ungeschicktes gehandelt, und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kömmst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein.

Es stund aber bei dem Kreuze Jefu seine Mutter, und seiner Mutter Schwester Maria, Cleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Je­fus seine Mutter sahe, und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib! siche, das ist dein Sohn. Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter. Und von Stund an nahm sic der Jünger zu sich.

Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsterniß über das ganze Land, bis an die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut, und sprach: Eli, Eli, Lama, Usabthani! das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich ver­lassen? Etliche aber, die da stunden, da sie das höreten, sprachen sie: Siche, er rufet dem Elias.

Darnach als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und füllete ihn mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr von Ysop, und hielt es ihm dar zum Munde, und tränkete ihn, und sprach mit den andern: Halt, laß sehen, ob Elias komme und ihn herab nehme. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und abermal rief er laut, und sprach: Bater! ich befehle meinen Geist in deine Hände.- Und als er das gefaget, neigete er das Haupt, und gab seinen Geist auf.

Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Grä­