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Beicht- und Abendmahls-Buch / hrsg. und verlegt von dem Haupt-Verein für christliche Erbauungsschriften
Entstehung
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Heil, wovor sollte mir grauen? Mein Vater im Him mel, dein Wille geschehe. In deine Hände befehle ich meinen Geiſst. Du hast mich erlöset, Herr, du getreuer Gott!- Das helfe dir der barmherzige und gnädige Gott um seines lieben Sohnes, deines und meines Heilandes, Jesu Christi, willen! Amen.

§. 2.

Gebet eines Kranken vor der Beichte.

Herr Jesu, du sprichst: Ich bin der Herr, dein Arzt. Ich bin frank und habe einen Arzt nöthig. Ich nehme darum meine Zuflucht zu dir und bitte dich demüthig, du wollest mir helfen. Ich bin frank, nicht nur am Leibe, sondern auch an der Seele. Die Sünde hat mich so übel zugerichtet, daß nichts Gefundes an mir ist. Auch die Krankheit meines Leibes ist nichts anderes, als eine traurige Frucht der Sünde. Ach, mein Heiland, ich weiß sonst nirgends hin, als zu dir. Ich bin gar arm und elend, und mein Herz ist verwundet. Wo du mir nicht hilfft, so bin ich ewig verloren. Ach, so erbarme dich meiner und wirke durch deinen Geist in meiner Seele, damit ich eine neue Creatur in dir werde. Mache mich vor allen Dingen an meiner Seele gefund, durch gnädige Vergebung aller meiner Sünden, durch deinen Trost und Erquickung, durch deine Kraft und Stärke. Meine leibliche Krankheit aber laß zu einem solchen Ende ausgehen, wie es zu meiner Seligkeit gereicht. Soll ich wieder zu diesem Leben aufkommen, ach! so gieb mir Gnade, daß ich der Sünde immer mehr absterbe und mein ganzes Leben dir zum Eigenthum aufopfere.