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Beicht- und Abendmahls-Buch / hrsg. und verlegt von dem Haupt-Verein für christliche Erbauungsschriften
Entstehung
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Vielleicht aber hast du in deinen gesunden Tagen wenig nach deinem Gott und Heiland gefragt, wenig um sein Wort und deiner Seelen Seligkeit dich ge­fümmert. Du bist vielleicht alt und grau geworden in Sünden. Darum ist dir jetzt angst und bange auf deinem Krankenlager. Du kannst kein rechtes Ver­trauen und keine Freudigkeit zu deinem Gott haben. Du hast keinen Frieden in deinem Herzen. Du hast keine Hoffnung des ewigen Lebens. Armes Herz, es steht trübe und traurig mit dir. Aber es ist noch nichts verloren. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Er hat die gnädige Verheißung gegeben: ,, Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll selig wer­den"( Joel 3, 5. Apostelgesch. 2, 21). Und grade diese Trübsal und dieses Elend, die über dich gekom­men sind, sind dir ein sicheres Zeichen, daß dich dein Gott noch nicht aufgegeben hat, sondern daß er noch seine Hände nach dir ausstreckt und an deinem Her­zen arbeitet. Nun, so widerstrebe doch seinem heiligen. Geiste nicht, der dich berufen, erleuchten und selig machen will! Bekenne deine Sünden, die du begangen haft in Gedanken, Worten und Werken, und womit du den Zorn und die Strafe des großen Gottes verdienet haſt!

Du sprichst vielleicht in deinem Herzen: Gott sei Dank, ich habe keine groben Sünden und Laster be­gangen! Ich habe rechtschaffen und ehrbar gelebt, so gut ich konnte. Ich habe zwar auch meine Fehler, aber die haben alle Menschen, und der große Gott wird es gewiß einmal nicht so genau damit nehmen. Armes Herz! Was ist deine erste Sorge in deinem Leben gewesen? Hast du gesucht das Eine, das da