Gottes Wesen, Walten und Wirken.
2. Gottes Wesen, Walten und Wirken.
Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickft, und Alles, was da lebt, behütest und beglückst.
Mel. O Gott, du frommer 2c.( B. C.)
10. Anbetungswürdiger, mit Andacht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße meinem Geist die tieffte De muth ein und laß mein Herz vor dir voll heil'ger Ehrfurcht sein.
2. Du riefst dem, das nicht war, um tausend Seligkeiten durch aller Wesen Reih'n rings um dich zu verbreiten; du bist die Liebe selbst, Verstand und Rath sind dein, und deiner Weisheit Ziel ist Segnen und Erfreun.
3. Du sprichst, und es geschieht; auf dein allmächtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kräft'gen Wort trägst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmöglich fällt.
4. Wer hat, Unendlicher, wer hat dich je gesehen? Kein endlich Auge reicht bis zu des
5. Du bist es, der allein Unsterblichkeit besißet, der Leben giebt und nimmt, der unsern Odem schüßet. Was ist, was lebt und webt, das lebt und webt in dir; willst du, so wird es Nichts, doch du bleibst für und für.
6. Hier kennen wir dich, Herr, nur schwach und unvollkommen; dort aber wird durch dich der Vorhang weggenommen, der deine Herrlichkeit jetzt unserm Aug' entzieht; hell sieht dann unser Blick, was er hier dunkel sieht.
7. Doch sei auch hier von uns dein hoher Ruhm gesungen. Verschmähe nicht das Lob von schwachen Menschenzungen. Dort soll, wenn wir verklärt in hellerm Licht dich sehn, ein Lied im höhern Chor dich, Ewiger, erhöhn.
3. 3. Nambach, † 1735.


