36 Erster Theil.
Vom Wesen Gottes
4. Was gut und fein nur kann genennet werden, was uns mit Lust und Lieblichkeit anlacht, was in sich faßt der Himmel sammt der Erden, der große Bau, voll Schönheit und voll Pracht, und was dies Rund nur Köstliches in sich schließt, das kommt aus diesem unerschöpften Meer und dessen unerforschten Fülle her; Er ist der Quell, der immer überfließt.
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5. Von Ewigkeit, ohn Anfang und ohn Ende ist er, und wird auch stets derselbe sein. Er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlichste wird klar in seinem Schein. Sein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit. Die Kraft, die in ihm wohnt, wird nimmer schwach. Höchst selig, fennet er kein Ungemach: Er ist und bleibt, wie er war vor der Zeit.
6. Was er verspricht, dem kann man freudig trauen, die That stimmt mit den Worten überein. Auf Menschen kann man niemals sicher bauen; doch Gottes Ja ist ja, sein Nein ist nein. Voll Billigkeit ist sein Gericht allzeit, groß von Geduld ist er und Mitleids voll, nur langsam,


