Erster Theil. Vom Worte Gottes.
3. Wozu hat mich mein Gott erschaffen? was ist auf Erden meine Pflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hält Gott künftig ein Gericht, wie werd ich im Gericht bestehn, wie der verdienten Straf entgehn?
4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt fie die 3weifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den sie verspricht? Ach! ohne Christi Licht und Heil wär Finsterniß und Tod mein Theil.
5. Ja, du hast mich den Finsternissen des Frrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr, entrissen; ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, und führst mich auf der Wahrheit Pfad.
6. Ich weiß, wozu mich Gott erschaffen; ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird nicht im Tod entschlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn, und dann verklärt dich selber sehn.
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7. O Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und keines


