144
Episteln
seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden; durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe; auf daß er erscheine denen, die da sizen in Finsterniß und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel.
Am Tage Petri und Pauli. Epistel: Apostel- Gesch. 12. v. 1-11.
m diefelbige Zeit legte der König Herodes bie Hände an Etliche von der Gemeine, zu peinigen. Er tödtete aber Jakobum, Johannis Bruder, mit dem Schwerdt. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Betrum auch. Es waren aber eben die Tage der süßen Brode. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefängniß und überantwortete ihn vier Vierthei len Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach den Ostern dem Volk vorzustellen. Und Petrus ward zwar im Gefängniß gehalten, aber die Gemeine betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zween Kriegsknechten, gebunden mit gwo Ketten, und die Hüter vor der Thür hüteten des Gefängnisses. Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem Gemach und schlug Petrum an die Seite und weckte ihn auf und sprach: Stehe behend auf. Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und thue deine Schuhe an. Und er that also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich und folge mir nach. Und er ging hinaus und folgete ihm und wußte nicht, daß ihm wahrhaft solches geschähe durch den Engel; sondern es däuchte ihn, er sähe ein Gesicht. Sie gingen aber durch die erste und andere Hut und kamen zu der eisernen Thür, welche zur Stadt führet, die that sich ihnen von ihr selber auf. Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang und alsbald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu
sich


