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Episteln und Evangelien.
es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. Wenn ich aber aufstehe, will ich vor euch hingehen in Galiläam. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch sich alle an dir ärgerten, so will ich mich doch nimmermehr ärgern. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, wollte ich dich nicht verleugnen. Desselbigen gleichen fagten auch alle Jünger.
Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane, da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern.
Da sprach Jesus zu ihnen: Sezzet euch hier, bis daß ich dort hingehe und bete. Und er nahm zu sich Petrum und Jacobum und Johannem, die zwee Söhne Zebedät, und fing an zu trauern und zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibet hier, und wachet mit mir; betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet.
Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurfe, und kniete nieder, fiel auf sein Angesicht auf die Erde, und betete: daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüber ginge, und sprach: Abba, mein Vater! es ist dir alles möglich, überhebe mich dieses Kelches, doch nicht, was ich will, sondern, was du willst. Und er kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zu Petro: Simon, schläfest du? Vermöchtest du denn nicht eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Denn der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
Zum anderen Male ging er aber hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe? Jch trinke ihn denn, so geschehe dein Wille. Und er kam, und fand sie abermal schlafend, und ihre Augen waren voll Schlafes, und wußten nicht, was sie ihm antworteten.
Und er ließ sie und ging aber hin, und betete zum drittenmale dieselbigen Worte und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! G3 erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.
Und er stand auf von dem Gebete, und kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen: Ach! wollt ihr nun schlafen und ruhen? Was schlafet ihr? Es ist genug. Sehet, die Stunde ist gekommen, und des Menschen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände. Stehet auf, und lasset uns gehen; siehe, der mich verräth, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet.
Und alsbald, da er noch redete, stehe, Judas, der Zwölfen einer, da er nun zu sich genommen hatte die Schaar und Diener der Hohenpriester und Pharisäer, der Aeltesten und Schriftgelehrten, ging er zuvor der Schaar und kommt mit Fackeln, Lampen, Schwertern, und mit Stangen. Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's, den greifet, und führet ihn gewiß.
Als nun Jesus wußte alles, was ihm begegnen sollte, ging


