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ernstlich betrachten, und selbe Gott dem Herrn für unsere Sünden aufopfern.
Erwäget demnach: wie der Erlöser der ganzen Welt zum erstenmal am achten Tag nach seiner Geburt für unser Heil das unschuldigste Blut vergossen, sich dem alten Gesez unterwor= fen, und wie ein gemein fündiges hebräisches Knäblein mit größtem Schmerze sich habe beschneiden lassen; denn das Kindlein Jesus hat diese Schmerzen mehr, als ein anderes empfunden. Es hatte nämlich eine viel zärtere Natur und schon damals vollkommenen Gebrauch des Verstandes. Das vermehrte merklich seine Schmerzen, welche viele Tage nach einander währten und mit jedem Tage größer wurden und ihm öfter heiße Zähren auspreßten. Hieraus sollen wir lernen eine wahre Demuth und einen aufrichtigen Gehorsam gegen Gott, eine wahre Erkenntniß und Reue über unsere Sünden; und in dieser Gesinnung last uns andächtig sprechen das
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Schmerzhafter Blutbräutigam unserer Seelen, Jesu Christi! der du gleich am achten Tag deiner Geburt dich so freiweillig der schmerzlichen Beschneidung unterworfen hast, um uns ein Beispiel wahrer Demuth und des Gehorsams zu geben, und der du sogar wegen. unserer Sünde als ein wahrer Erlöser dein
H Gebet.


